Produktiv Planen: Das TGA-Symposium
Vier Gänge in Hensslers Küche am Elbufer und die Frage dazwischen: Warum sinkt die Produktivität mit dem Wachstum, und wie holen wir die Autonomie zurück?

Worum es geht
Wir kochen. Vier Gänge in Hensslers Küche direkt am Elbufer, zwei davon von Ihnen selbst, begleitet vom Küchenteam. Zwischen den Gängen liegt der fachliche Teil dieses Tages. Er beginnt mit einer Zahl.
2008 war ich produktiver als heute. Das ist keine Nostalgie, das ist eine Zahl.
Als junger Fachplaner für Heizungstechnik bin ich mit dem Hausmeister durch Schulkeller gelaufen und habe Niedertemperaturkessel gegen Blockheizkraftwerke mit Spitzenlastkessel getauscht. Auf den Dächern derselben Schulen habe ich Photovoltaikanlagen geplant. Keller und Dach, Wärme und Strom, alles in einer Hand. Honorar je Projekt: rund 20.000 Euro. Mein Aufwand: 20 bis 30 Stunden. Projektmarge: rund 90 Prozent.
Ich war Projektleitung, Fachplanung, Systemplanung und Bauüberwachung in einer Person. Es gab niemanden, mit dem etwas abzustimmen war.
Aus diesen Ergebnissen wurde ein Gesellschafteranteil, aus dem Büro mit vier Mitarbeitenden ein großes Haus. Dann kam das erste große Projekt mit echter Projektleitung. Honorar: 200.000 Euro. Ergebnis: 20.000 Euro. Marge: 10 Prozent.
Das zehnfache Honorar brachte dasselbe Ergebnis wie früher ein einzelnes Schuldach.
Der Unterschied lag nicht in der Fachlichkeit. Wir saßen in Planungsbesprechungen und in Bauherrenbesprechungen. Wir haben Missverständnisse mit der Objektplanung nachgearbeitet. Wir haben Änderungen eingepflegt, über die niemand entschieden hatte. Wir waren mehr Menschen und wussten nicht immer, wer was verantwortet.
Die Forschung hat für dieses Muster Namen: Prozessverluste, quadratisch wachsende Abstimmungspfade, Regulationshindernisse. Das Forschungsprojekt „Produktiv Planen" an der Helmut-Schmidt-Universität Hamburg misst sie erstmals für TGA-Planungsbüros.
Und es zeigt etwas Unerwartetes. Der junge Fachplaner war nicht produktiv, weil er allein war. Er war produktiv, weil niemand seine Entscheidungen unterbrochen hat. Genau das lässt sich in einem großen Büro wiederherstellen: durch geschärfte Rollen nach innen und durch entlastete Kanten nach außen.
Darum geht es an diesem Tag. Und zwar da, wo solche Gespräche hingehören: am Tisch.
Ihr Nutzen
Nach der Veranstaltung …
- ✓kochen Sie zwei der vier Gänge selbst und führen die fachlichen Gespräche da, wo sie hingehören: am Tisch
- ✓vergleichen Sie Ihre eigenen Projektzahlen mit den wirtschaftlichen Kennzahlen aus acht erhobenen Büros
- ✓verstehen Sie, warum Produktivität mit der Bürogröße sinkt: Prozessverluste, Abstimmungsaufwand und Regulationshindernisse als drei benennbare Ursachen
- ✓unterscheiden Sie Innenkanten zwischen Ihren Rollen von Außenkanten zum Projektumfeld und wissen, welches Hindernis welches Heilmittel braucht
- ✓schärfen Sie eine Rolle Ihres Hauses entlang der drei Entscheidungsräume Alleinentscheidung, Konsultation und Eskalation
- ✓entwerfen Sie die eine Vereinbarung, die Ihr teuerstes externes Hindernis abstellt
Für wen
Für wen ist diese Veranstaltung?
Geschäftsführung und Inhaber
Sie entscheiden, wie in Ihrem Büro gearbeitet wird. Dieser Tag liefert die Datengrundlage dafür.
Büro- und Niederlassungsleitung
Sie verantworten Wirtschaftlichkeit und Auslastung und bekommen die Faktoren, die nachweislich wirken.
Projektleitung mit Team- oder Standortverantwortung
Sie führen ein Team und wollen wissen, welche Stellschrauben tatsächlich etwas bewegen.
Termine
Wann Produktiv Planen: Das TGA-Symposium läuft
3 Termine · nur Monate mit Terminen werden gezeigt
Vorher reinhören
Produktiv Planen: Das TGA-Symposium im tgabar-Podcast
Wie wir arbeiten
Der Tag beginnt um 10 Uhr mit dem Befund. Zunächst zwei reale Projekte mit realen Zahlen, danach Ihre eigenen: Sie notieren anonym Ihr produktivstes und Ihr unproduktivstes Projekt, und die Runde sortiert diese Karten nach der Anzahl der Beteiligten. Erst dann kommen die Ergebnisse der Erhebung dazu, mit den wirtschaftlichen Kennzahlen aus acht Büros und der Importance-Performance-Map-Analyse, die je Rolle zeigt, welcher Faktor den größten Einfluss bei der schwächsten Ausprägung hat. Ab 11:45 Uhr wird gekocht. Vier Gänge, zwei davon von den Teilnehmenden selbst, zwei vom Küchenteam. Zwischen den Gängen liegen drei kurze fachliche Blöcke: die Forschungslage zu Prozessverlusten und Regulationshindernissen, die Unterscheidung von Innenkanten und Außenkanten, und die Schärfung der Rollen entlang der drei Entscheidungsräume. Jeder Block endet mit einer Frage, die mit an die Kochinsel geht und am Tisch beantwortet wird. Zum Dessert werden zwei Ergebnisse je Büro laut ausgesprochen: ein geschärfter Rollensatz und die Vereinbarung, die Ihre teuerste Außenkante entlastet. Um 16:30 Uhr ist der Tag zu Ende. Das gemeinsame Kochen ist kein Rahmenprogramm. Es ist der ursprüngliche Sinn eines Symposions: Erkenntnisaustausch bei Tisch.
Ihre Mitnahme
Die eigene Projektpaarung: das produktivste und das unproduktivste Projekt, mit ZahlenDie Handlungsempfehlungen aus der Importance-Performance-Map-Analyse, rollenbezogenDie Hinderniskarte des eigenen Büros, sortiert nach Stunden und nach KantentypEinen geschärften Rollensatz für die Rolle mit den meisten HindernissenDen Entwurf der Vereinbarung, die Ihr teuerstes externes Hindernis abstelltKontakte zu knapp dreißig Führungsverantwortlichen der Branche
Ihr Referent
Für die Freigabe
Was das Büro davon hat: Der Tag beziffert, wie viel Arbeitszeit in Abstimmung, Nacharbeit und Fremdverursachung geht, und liefert zwei konkrete Ergebnisse zum Mitnehmen: einen geschärften Rollensatz und eine Vereinbarung für die teuerste Außenkante. Für weitere Teilnehmende aus demselben Büro gilt ein reduzierter Beitrag. Erfahrungsgemäß verändert sich dort etwas, wo zwei Menschen dasselbe gehört haben.
Format, Termine & Investition
Das Symposium ist ein Veranstaltungsformat für Führungskräfte, keine Ausbildung. Es führt zu keiner Zertifizierungsstufe. Die rollenspezifischen tgaPULS-Seminare für Büroleitung, Projektleitung, Fachkoordination, Fachplanung und Bauüberwachung sind der Ort, an dem Ihre Teams weiterarbeiten.
Häufige Fragen zu Produktiv Planen: Das TGA-Symposium
Für wen ist diese Veranstaltung?
Geschäftsführung und Inhaber: Sie entscheiden, wie in Ihrem Büro gearbeitet wird. Dieser Tag liefert die Datengrundlage dafür. Büro- und Niederlassungsleitung: Sie verantworten Wirtschaftlichkeit und Auslastung und bekommen die Faktoren, die nachweislich wirken. Projektleitung mit Team- oder Standortverantwortung: Sie führen ein Team und wollen wissen, welche Stellschrauben tatsächlich etwas bewegen.
Welche Voraussetzungen gelten?
Führungsverantwortung in der TGA-Planung. Wenn Sie ein einzelnes Projekt bearbeiten, sind die tgaPULS-Seminare der passendere Einstieg. Kocherfahrung ist nicht erforderlich.
Was kostet diese Veranstaltung?
690 € pro Person. Auf den Seminarpreis kommt keine Umsatzsteuer (§ 4 Nr. 21 UStG). Präsenz · Hensslers Küche Hamburg · 10:00 bis 16:30 Uhr · Vier-Gänge-Kochkurs inkl. Getränke · 30 Plätze.
Wann finden die nächsten Termine statt?
30.04.2027, 24.09.2027, 26.11.2027.
Führt die Teilnahme zu einer Zertifizierung?
Das Symposium ist ein Veranstaltungsformat für Führungskräfte, keine Ausbildung. Es führt zu keiner Zertifizierungsstufe. Die rollenspezifischen tgaPULS-Seminare für Büroleitung, Projektleitung, Fachkoordination, Fachplanung und Bauüberwachung sind der Ort, an dem Ihre Teams weiterarbeiten.
Die vorgestellten Forschungsergebnisse stammen aus einem laufenden Dissertationsvorhaben und sind ein deskriptiver Pilotbefund ohne Verallgemeinerung auf die Branche. Die abgeleiteten Handlungsempfehlungen ersetzen keine rechtliche oder betriebswirtschaftliche Beratung im Einzelfall.
