TGA-Planung › Aus- und Weiterbildung für die TGA-Planung › Folge #54
tgabar · BargesprächeReflektion zu ersten BIM-Training auf pita.training
Im ersten BIM-Training auf PiTA.training vermittelte Professor Reinhard Wimmer das Aufsetzen von BIM-Projekten in der TGA-Fachplanung. Kern war der Umgang mit AIA (Austausch-Informationsanforderungen) und BAP (BIM-Abwicklungsplan): AIA nicht blind übernehmen, sondern LOD und LOI prüfen, im BAP eigene Prozesse wie Schlitz- und Durchbruchsplanung definieren und unerfüllbare Anforderungen aktiv ausschließen.
Transkript
Was macht das Dozieren an der Hochschule aus?
Roman: Moin Moin aus Hamburg und herzlich willkommen zum einzigen Podcast von der TGA-Bar. Ich sitze mit Sören Janson an der Bar, und wir fragen uns, als wir auf unsere Privatdozenten-Patches an den Ellenbogen gucken, was Dozieren in der Hochschule eigentlich ausmacht. Der Anlass: Professor Reinhard Wimmer hat über PiTA.training am Freitag sein erstes Training gegeben, zum Thema BIM, vor allem AIA und BAP. Er ist an der Hochschule Karlsruhe als Professor tätig und sagt: Mir reicht es nicht, nur Studierende weiterzubringen — ich will auch die Profis aus der Gebäudetechnik im Bereich BIM, AIA und BAP schulen. Sören, du bist ja auch als Dozent an der HCU in Hamburg tätig. Wie ist deine Erfahrung mit den Studierenden?
Sören: Ich bin noch nicht so lange dabei und habe das auch gemacht, um über meinen eigenen Tellerrand zu gucken. Ich halte eine Veranstaltung zum Thema Projektmanagement-Basics bei den Architekten im Masterstudiengang. Ich versuche dort den TGA-Einfluss geltend zu machen und stelle fest, dass das Interesse am Projektmanagement auch in einem Berufsfeld, das sehr von seiner Kreativität lebt, sehr hoch ist. Im letzten Semester waren rund 40 Leute dabei. Gerade gucke ich mir die Studienarbeiten an: Die von der Architekturseite bearbeiten zwar auch PM-Themen, haben aber weit mehr Gestaltungsfokus. Ich versuche, meinen Stempel zu hinterlassen und zu sagen: Architektur, TGA und Statik müssen mehr zusammenfinden.
Roman: Diese drei Leistungsbilder standen auch bei uns im Fokus. Ich studiere an der TU Hamburg im Bereich Photovoltaik und stelle fest, dass Mitarbeit und Qualität der Beiträge von Jahr zu Jahr stark schwanken. Dieses Jahr war ich von den Fragen begeistert — sie haben mich zweimal an meine Grenzen gebracht. Trotzdem kann ich verstehen, wenn Reinhard sagt: Ich möchte mein detailliertes Wissen zu BIM, AIA und BAP den Profis nahebringen, weil die viel mehr Erfahrung haben und seit Jahren im Job mitbekommen, was passiert.
Sören: Den Studierenden fehlt logischerweise der Bezug zur Praxis. Man merkt im Umgang manchmal eine gewisse Naivität, die zum Alter dazugehört. Und dann prallt man in die Wirklichkeit und kommt zum Thema BIM und stellt fest: oha.
Wer ist Reinhard Wimmer und worum ging es im Training?
Roman: Genau das ist der Grund für das Training. Reinhard ist extrem praxiserfahren. An der RWTH Aachen hat sich aus einem Nukleus heraus eine Gruppe von BIM-Vollprofis gebildet — ich glaube, Professor van Treeck und weitere Lehrstühle haben sich mit Lars und Reinhard zu Vollprofis entwickelt, die nicht nur über BIM reden, sondern an der Schnittstelle bis ins letzte Detail programmiert und Aufsätze gebaut haben, die die IFC-Schnittstelle nutzen. Das ist weit über meinem Horizont. Wir sehen es auch bei Sebastian Theißen im Thema Lebenszyklusanalysen — er ist sehr aktiv, auch mit einer eigenen Firma, ENCO. Reinhard ist nach der Praxiserfahrung jetzt als Professor dabei und verteilt sein Wissen, hat also seine Systemgrenze erweitert.
Sören: Schönes Wort.
Roman: Systemgrenze erweitert — das große Stichwort. Gehen wir ins Training. Die Teilnehmer waren zum großen Teil schon sehr BIM-erfahren und bunt gemischt: eine Fachkoordinatorin, die die Modelle verantwortet, BIM-Manager beziehungsweise ehemalige BIM-Manager aus der Generalplanung, aber auch TGA-Fachplaner, die erste BIM-Projekte haben und endlich verstehen wollen, wie es anfangen muss. Was BIM ist, wissen sie schon — aber bei Begriffen wie AIA und BAP, mit denen der Vertrag beginnt, gibt es kaum Standards. Reinhard hat einen eigenen Standard geschaffen: Er hat ein Muster-AIA und ein Muster-BAP im Training verteilt und sagt, das ist nach fünf, sechs, sieben Jahren Berufserfahrung wirklich ein guter Standard.
Sören: Das ist ein gutes Zeichen: Die Frage „Was ist BIM?" stellt sich kaum noch. BIM ist mehr als nur ein 3D-Modell im Koordinationsplan — es verfolgt ein höheres Ziel, und das ist mittlerweile angekommen.
Wie verändert die VDI 2552 die BIM-Begriffe?
Roman: Das zeigt sich auch in der VDI. Die Begriffe aus der Praxis — BIM-Manager, BIM-Gesamtkoordinator und so weiter — werden verändert: Die neue VDI 2552 spricht von Informationsmanager, Informationskoordinator, Informationsautor und Nutzer. Man löst sich vom Begriff BIM und wird konkreter: Wir haben Informationen, die wir als Autor schreiben, die wir koordinieren und die wir managen.
Sören: Es geht also um die Digitalisierung des Plans, das voranzubringen — das hieß eine Zeit lang BIM und entwickelt sich weiter.
Roman: Der Überbegriff BIM ist bei manchen inzwischen verbrannt und sagt nichts mehr, und die VDI hat das aufgenommen. Interessant war auch, dass die Begriffe unterschiedlich sind: Die DIN spricht von Auftraggeber-Informationsanforderungen, die VDI von Austausch-Informationsanforderungen — Letzteres finde ich sinnvoller, weil es nicht nur um den Auftraggeber geht, sondern um alle Planbeteiligten. Reinhard hat ein tolles Gesamtschaubild gemacht, für das er auf LinkedIn immer wieder Credits bekommt: Im Zentrum steht nicht BIM, sondern Asset Management und PIM, das Projekt-Informationsmodell. Das ist das Ziel: Wir wollen unser Asset — das Bauprojekt oder ein bestehendes Gebäude — mit Informationen anreichern. Das Projekt-Informationsmodell dient dem Asset Management, also dem werthaltigen Gut Gebäude. Er stellt dabei vor allem die drei Leistungsbilder dar — Architektur, Tragwerksplanung und TGA — und wie sie mit welchen Tools zusammenarbeiten: IFC als Austauschformat, BCF für die Tickets dazwischen, welche Koordinatoren es gibt und wie sie Mehrwert schaffen.
Warum darf man eine AIA nicht blind übernehmen?
Roman: Reinhard ist dann in die AIA, die Austausch-Informationsanforderungen, eingestiegen und hat gezeigt, worauf die Planer beziehungsweise diejenigen, die einen Vertrag schließen, achten müssen. Er warnt vor dem blinden Übernehmen aller Formulierungen aus den vom Bauherrn bereitgestellten AIA. Gerade beim LOI — also Informationen am Modell zu definieren — kann man sich ganz schön in die Nesseln setzen.
Sören: Also wenn man nicht weiß, was man eigentlich kann.
Roman: Genau. Wenn man das Dokument einfach nimmt, nicht kommentiert, nicht reflektiert, sondern blind als Vertragsinhalt übernimmt, holt man sich ein Problem ins Haus. Sein Vorschlag: Kommt ins Training — nicht nur als Projektleiter TGA, sondern auch als BIM-Fachkoordinator oder BIM-Koordinator eines Unternehmens — und guckt genau auf die AIA, was gefordert ist und in welchem Kapitel welche Informationen für euch relevant sind. Spiegelt das im BAP, im BIM-Abwicklungsplan, widersprecht dem gegebenenfalls und sagt: Folgendes können wir nicht liefern, folgendes sehen wir anders oder es ist eine Sonderleistung.
Sören: Sich also weiterhin aktiv damit auseinandersetzen, auch im Unternehmen, und die Leute so ausbilden, dass sie wirklich prüfen können, was vorgeschlagen wird. Wir hatten es gerade bei der VDI: Wenn ich etwas nicht genau weiß, es aber vorausgesetzt und so vereinbart wird, läuft man genauso ins offene Messer wie beim Thema BIM.
Roman: Absolut. Eine AIA blind zu übernehmen und nicht genau zu lesen, ist der Anfang vom Unglück. Viele machen das, vor allem beim ersten Projekt, wenn sie gar nicht wissen, was in einer AIA steht und worauf sie achten müssen. Reinhard nannte immer wieder das Beispiel von LOI: Informationsanforderungen, die ein Planer gar nicht abbilden kann — etwa jahrelang nur Bauteilinformationen wie die Temperatur bei minus 12 Grad Außentemperatur ins Modell zu schreiben. Das ist gefährlich, da muss man aufpassen.
Sören: Man muss sich auch erst einmal in der Tiefe mit der eigenen Software auseinandersetzen, um so etwas gegebenenfalls standardisiert einzupflegen.
Welche Prozesse und Vorlagen vermittelt das Training für den BAP?
Roman: Genauso beim LOD, dem Level of Development. Auch das ist nicht generell definiert — die Stufen 100, 200, 300 bis 400 werden in der AIA festgelegt. Wenn man das nicht durchliest und am Ende verspricht, in Leistungsphase 2 die Abhänger von Trassen zu zeichnen, hat man ein Problem. Also genau durchlesen und mithilfe des Trainings verstehen, was in der AIA stehen kann und was man ausschließen sollte. Danach kommt der nächste Schritt: das Pflichtenheft, in dem das Planungsteam seinen Abwicklungsplan vorlegt. Bemerkenswert fand ich die Prozessschaubilder, die Reinhard vorgestellt hat — etwa wie der Prozess der Schlitz- und Durchbruchsplanung ablaufen kann, einen eigenen Prozess, den er trainiert und verbessert hat, oder den Prozess der Deckenspiegelerstellung. Dazu Modellierungsrichtlinien und die Arbeitsweise der BIM-Manager und BIM-Gesamtkoordinatoren. Am Schluss gab er eine Warnung zu den Zyklen — Data Drops, also wie oft man wann sein Modell präsentiert und gemeinsam reflektiert. Dieser Zwei-Wochen-Zyklus ist vielen bekannt; er muss gut organisiert und moderiert sein, sonst spricht man über alte Modelle, während man schon am aktuellen arbeitet. Eine gefährliche Fallstrecke. Reinhard liefert dazu gute Vorlagen für AIA und BAP, und die Teilnehmer waren am Ende begeistert. Es gab sehr positives Feedback — allerdings auch die Aussage: Dreieinhalb Stunden für so viel Wissen ist eine Nummer. Ähnlich wie nach der Happy Hour hatte der eine oder andere Kopfschmerzen.
Sören: In der Happy Hour schaffen wir das aber in einer Stunde.
Roman: Da haben wir eineinhalb Stunden, um Kopfschmerzen zu kriegen, hier waren es dreieinhalb. Gut angekommen ist die Arbeit am Mural-Board: ein interaktives Whiteboard, auf dem alle arbeiten und bei den vorher gezeigten Themen nachschauen können, während der Professor schon das Aktuelle zeigt.
Sören: Man muss nicht blättern, man hat alles auf einer Seite.
Roman: Genau, statt einer PowerPoint alle Informationen auf einem Blatt — man kann sich frei bewegen oder einfach nur folgen. Man hat die Auswahl und ist freier.
Was sind die wichtigsten Punkte beim Aufsetzen eines BIM-Projekts?
Sören: Gab es Hinweise für jemanden, der erste Projekte im BIM-Verständnis gemacht hat, aber das Gefühl hat, es noch nicht richtig aufgesetzt zu haben — was die Big Points sind, auf die man achten sollte?
Roman: Auf jeden Fall. Die Big Points: genau lesen mit dem Koordinator, schauen, wie LODs und LOIs definiert sind, und im BAP genau festlegen, welche Prozesse man beschreiben möchte. Das sind die Kernergebnisse. Wir haben außerdem festgestellt, dass Reinhard und ich das Training verbessern wollen, indem wir noch mehr TGA-spezifische Themen und Beispiele reinbringen.
Sören: Was war denn von der TGA-Seite die Rückfrage?
Roman: Das Training hieß „Aufsetzen von BIM-Projekten in der TGA-Fachplanung", war aber eher Aufsetzen von BIM-Projekten allgemein mit Beispielen aus der TGA. Diese Beispiele wollen wir beim nächsten Mal vertiefen. Reinhard hat in der TGA sehr viel Erfahrung, aber eben auch projektübergreifend. Themen wie U-Werte-Festlegung, Parameter und Familien wollen wir vielleicht als weiteres Training reinbringen, weil der Fokus diesmal wirklich auf AIA und BAP lag. Und das ist für alle, die ein Projekt aufsetzen, die zentrale Frage — der erste Schritt.
Sören: Egal in welcher Funktion, ich muss die Grundlage schaffen; die Spezifika sind die nächsten, darauf aufbauenden Themen.
Welcher neue Karriereweg entsteht über die BIM-Fachkoordination?
Roman: Ganz genau. Gut vorstellen könnte ich mir auch ein Training für die BIM-Fachkoordinatoren. Das ist eine ganz große Kompetenz und eine schwierige Fähigkeit: jemanden zu finden, der als BIM-Fachkoordinator sowohl die TGA-Modelle integriert als auch die Qualität des Gebäudemodells verantwortet. Das müssen die Obersystemplanenden leisten, Frauen und Männer — bei uns machen das eine Frau und ein Mann sehr gut. Man muss die Software richtig gut beherrschen.
Sören: Da kommen mehrere Skills zusammen: das Fachliche und nicht nur Interesse an Software, sondern der Wille, sich bis in die Tiefe damit auseinanderzusetzen und zu verstehen, wie die Software tickt.
Roman: Genau. Und dann verstehen, was Heizungsfachplanung, Sanitärplanung und Elektroplanung bedeuten, und Interesse haben, das zu integrieren, zu entkollidieren und ins Gebäudemodell zu bringen.
Sören: Das macht das Berufsfeld attraktiver. Nachwuchskräfte zu finden und auszubilden ist gerade unser Antreiberthema. Wenn man die Kombination aus Fach und cooler Software anbieten kann, ist das vielleicht ein guter Motivator.
Roman: Ein toller Weg, weil man nicht nur den klassischen Weg hat — Fachplanungsingenieur, dann Projektleiter. Ich kann aus der Systemplanung BIM-Autor werden, danach BIM-Koordinator, und wenn ich die Fachplanungskoordination, also die Integration, übernehme, habe ich eine Rolle, die gleichbedeutend mit dem Projektleiter ist.
Sören: Ein weiterer Karriereweg, wenn man so will.
Roman: Genau. Super Training, es wird weitere geben — einmal das verbesserte Training und dann wahrscheinlich ein weiteres in Richtung BIM-Fachkoordination. Reinhard, vielen Dank — du bist zwar nicht hier dabei, aber...
Sören: Wir trinken jetzt einen zum Abschluss, heben das Glas auf dich und deinen Input. Das freut uns sehr. Wir freuen uns auf euch alle an der TGA-Bar.
Häufige Fragen zu dieser Folge
Was ist der Unterschied zwischen AIA und BAP in einem BIM-Projekt?
Die AIA (Austausch-Informationsanforderungen, bei der DIN Auftraggeber-Informationsanforderungen) definiert die geforderten Informationen, meist vom Bauherrn bereitgestellt und Bestandteil des Vertrags. Der BAP (BIM-Abwicklungsplan) ist die Antwort des Planungsteams darauf: Darin spiegelt man die AIA, legt Prozesse fest, widerspricht gegebenenfalls und benennt, was nicht geliefert werden kann oder eine Sonderleistung ist.
Warum sollte man eine AIA nicht ungeprüft übernehmen?
Weil eine AIA Anforderungen enthalten kann, die ein Planer gar nicht erfüllen kann — etwa beim LOI, also den Informationen am Modell. Übernimmt man die AIA blind als Vertragsinhalt, ohne sie zu kommentieren und zu reflektieren, holt man sich ein Problem ins Haus. Empfohlen wird, gemeinsam mit dem Koordinator genau zu lesen, relevante Kapitel zu prüfen und Nicht-Lieferbares im BAP auszuschließen.
Was bedeuten LOD und LOI im BIM-Kontext?
LOD steht für Level of Development mit Stufen wie 100, 200, 300 bis 400; es ist nicht generell festgelegt, sondern wird in der AIA definiert. LOI bezeichnet die Informationen, die am Modell beziehungsweise an Bauteilen hinterlegt werden. Beides muss man genau prüfen, weil unbedachte Zusagen — etwa das Zeichnen von Trassen-Abhängern in Leistungsphase 2 — zu Problemen führen können.
Was ist das Projekt-Informationsmodell (PIM) und wofür dient es?
Das PIM ist das Projekt-Informationsmodell und laut dem im Training gezeigten Schaubild das eigentliche Ziel: Das Asset — also das Bauprojekt oder ein bestehendes Gebäude — wird mit Informationen angereichert. Das PIM dient dem Asset Management, dem werthaltigen Gut Gebäude, und verbindet die drei Leistungsbilder Architektur, Tragwerksplanung und TGA über Werkzeuge wie IFC und BCF.
Wie verändert die VDI 2552 die Rollenbegriffe rund um BIM?
Die neue VDI 2552 löst sich vom Begriff BIM und ersetzt Praxisbegriffe wie BIM-Manager und BIM-Gesamtkoordinator durch Informationsmanager, Informationskoordinator, Informationsautor und Nutzer. Hintergrund ist, dass es um das Schreiben, Koordinieren und Managen von Informationen geht und der Überbegriff BIM für manche an Aussagekraft verloren hat.
Welche Prozesse sollte ein BAP für die TGA beschreiben?
Im Training wurden konkrete Prozessschaubilder gezeigt, etwa für die Schlitz- und Durchbruchsplanung und die Deckenspiegelerstellung, dazu Modellierungsrichtlinien und die Arbeitsweise der BIM-Manager und BIM-Gesamtkoordinatoren. Wichtig ist außerdem ein gut organisierter und moderierter Zyklus von Data Drops (oft ein Zwei-Wochen-Zyklus), damit nicht über veraltete Modelle gesprochen wird.
Zitate
„Eine AIA einfach blind zu übernehmen und nicht genau zu lesen, ist schon mal der erste Anfang vom Unglück."
— Roman Fritsches
„BIM ist mehr als nur ein 3D-Modell im Koordinationsplan, sondern es verfolgt ein höheres Ziel — und das ist mittlerweile angekommen."
— Sören Janson
„Es wird sich von dem Begriff BIM gelöst — die neue VDI 2552 spricht von Informationsmanager, Informationskoordinator, Informationsautor und Nutzer."
— Roman Fritsches
Zahlen & Fakten
Reinhard Wimmer hat einen Track-Record von 30 abgewickelten TGA-Projekten als BIM-Koordinator und -Manager.
Quelle: feed_descriptionDas erste BIM-Training dauerte dreieinhalb Stunden.
Quelle: Roman FritschesReinhards Muster-AIA und Muster-BAP beruhen auf fünf bis sieben Jahren Berufserfahrung in dem Bereich.
Quelle: Roman FritschesAn Sörens Projektmanagement-Veranstaltung bei den Architekten im Masterstudiengang nahmen im letzten Semester rund 40 Studierende teil.
Quelle: Sören JansonGlossar
- AIA (Austausch-Informationsanforderungen)
- Dokument, das die geforderten Informationen eines BIM-Projekts definiert; bei der DIN als Auftraggeber-Informationsanforderungen, bei der VDI als Austausch-Informationsanforderungen bezeichnet. Meist vom Bauherrn bereitgestellt und Bestandteil des Vertrags.
- BAP (BIM-Abwicklungsplan)
- Plan des Planungsteams als Antwort auf die AIA; spiegelt die Anforderungen, legt Prozesse fest und benennt, was nicht geliefert werden kann oder Sonderleistung ist.
- BCF
- Format für die Tickets, mit denen zwischen den Modellen koordiniert wird.
- BIM-Fachkoordinator
- Rolle, die sowohl die TGA-Modelle integriert als auch die Qualität des Gebäudemodells verantwortet; erfordert tiefe Software- und Fachkompetenz.
- Data Drop
- Zyklus, in dem das Modell präsentiert und gemeinsam reflektiert wird (oft Zwei-Wochen-Zyklus); muss gut organisiert und moderiert sein.
- LOD (Level of Development)
- Detaillierungsgrad eines Modells in Stufen wie 100, 200, 300, 400; nicht generell festgelegt, sondern in der AIA definiert.
- PIM (Projekt-Informationsmodell)
- Das mit Informationen angereicherte Modell eines Assets (Bauprojekt oder Bestandsgebäude); dient dem Asset Management und ist laut Schaubild das eigentliche Ziel von BIM.
- VDI 2552
- Richtlinie, die sich vom Begriff BIM löst und Rollen als Informationsmanager, Informationskoordinator, Informationsautor und Nutzer benennt.