TGA-Planung › Fachplaner TGA-Planung › Folge #12
tgabar · BargesprächeDer perfekte TGA-Entwurf
Der perfekte TGA-Entwurf entsteht in der Leistungsphase 3 und steht und fällt mit vier Punkten: sauber definierte und fortgeschriebene Schnittstellen zwischen den Gewerken, eine terminierte Stufenplanung für die Grundrissstände des Architekten, eine echte, geprüfte Freigabe durch den Bauherrn und eine verständliche Erläuterung der Planung samt Kosten.
Transkript
Warum ist die Leistungsphase 3 die wichtigste im TGA-Projekt?
Roman: Moin Moin und herzlich willkommen aus Hamburg, zum einzigen Podcast mit dem Thema Projektmanagement in der TGA. Heute sprechen wir über das perfekte TGA-Projekt. Sören Janson und ich, Roman Fritsches, sitzen an der Bar und reflektieren das Seminar, das als Ergebnis das perfekte TGA-Projekt hervorgebracht hat.
Sören: Vielen Dank an die Teilnehmer an der Stelle nochmal.
Roman: Wir reden über die aus unserer Sicht wichtigste Leistungsphase — das ist die Drei. Man kann sich streiten, zwei oder drei, aber ich glaube, die Drei präsentiert das Ergebnis für das TGA-Projekt.
Sören: Es gab ja auch mal eine deutlich höhere Wichtigkeit des Entwurfs in der Wahrnehmung nach außen, was Präsentation und dergleichen angeht. Ich glaube schon, dass das das Kernstück ist und damit steht und fällt auch der Erfolg des Projektes.
Roman: Absolut. Alles, was da vergessen wird, fällt später allen auf die Füße — nicht nur den Fachplanern.
Warum sind die Schnittstellen das Kernstück des Entwurfs?
Roman: Besonders wichtig ist, das haben wir mit den Teilnehmern erarbeitet, dass die Schnittstellen gut koordiniert sind. Das Planungsteam hat die Verantwortung, alles so aufzuteilen, dass es keine Planungslücken gibt — die Schnittstellen müssen sauber definiert sein. Wir hatten dazu schon eine eigene Folge. Dabei haben wir festgestellt, dass der Brandschutz laut AHO einen ziemlich großen Anteil hat, der in der Realität gerne unterschätzt und unterbeauftragt wird. Brandschutz-Fachplaner sollten über alle Leistungsphasen beauftragt werden — das ist aber leider nicht unbedingt Standard.
Sören: Genau, dass man die Leistungsphase 3 nutzt, um die Schnittstellen regelmäßig zu besprechen und fortzuschreiben.
Roman: Und weiter zu detaillieren. Das Ergebnis war eine fortgeschriebene Schnittstellenliste. Aus der Praxis kenne ich es eher so, dass die irgendwann mal auf den Tisch geknallt wird.
Sören: Meistens machen wir noch den Anfang.
Roman: Genau, wir liefern unseren Teil als Fachplaner TGA zu. Aber es ist erstmal eine Grundleistung des Architekten, wobei der TGA-Fachplaner laut AHO mitwirkt. Das ist nicht nur einmal zu machen, sondern muss detailliert werden: Man fängt am Anfang der Planung mit einer Schnittstellenliste an, dann gibt es eine für die Ausschreibung, und dann setzt sie sich im Bau fort und wird immer weiter detailliert.
Sören: Und dadurch, dass wir über die Schnittstellenliste auch Planungs- oder Beauftragungslücken feststellen, ist es eine Frage, ob man irgendwann eine andere Darstellungsform wählt, um mehr Eindeutigkeit zu schaffen.
Roman: Genau, und die Darstellungsform entscheidet über den Detailgrad. Wichtig sind auch die Schnittstellen der Gewerke untereinander. Wenn mehrere Fachplaner am Start sind — Heizung, Sanitär, Elektro, vielleicht noch Labore, Schwimmbadtechnik und Automation getrennt — wird es umso interessanter. Dann muss man diskutieren, wer diese TGA-Fachplaner koordiniert, die alle nebeneinander herarbeiten, und wer ihre Planung integriert. Der Architekt sagt sich vielleicht: Normalerweise habe ich einen TGA-Generalplaner, der alle Gewerke abdeckt — das ist für mich viel einfacher als 15 einzelne TGA-Fachplaner. Das muss man sich zu Beginn der Drei wirklich nochmal angucken.
Warum braucht der Entwurf eine terminierte Stufenplanung der Grundrissstände?
Sören: Ein weiteres Thema ist die weitestgehende Fertigstellung des Architektur-Entwurfs, die oft unterschätzt wird. Nachdem der Architekt mit seiner Leistung für die Drei fertig ist, haben wir in der TGA einen Nachlauf aus dem Planungsprozess heraus. Wir wissen ja, bis zur letzten Sekunde wird mit glühender Feder geschrieben — aber so funktioniert es leider nicht.
Roman: So funktioniert es nicht. Wir haben das für ein Projekt letztens als TGA-Fachplaner durchgerechnet: Bei einem Gebäude mit einer großen Bruttogeschossfläche kostete uns jeder neue Grundrissstand des Architekten 2.000 Euro, nur um ihn einzulesen, neue Referenzen zu hinterlegen und die Layouts anzupassen, weil wir daraus 800 Pläne machen. Das sind 2.000 Euro, nur um den Planstand zu hinterlegen, ohne irgendetwas daran zu machen — ohne verschobene Wände in der eigenen TGA-Planung zu berücksichtigen. Deswegen ist es total wichtig, dass klar wird, wann welcher Planungsstand fertiggestellt wird und wie lange der Nachlauf für den TGA dauert, um das sauber nachzuziehen.
Sören: Wir sind nicht die Einzigen mit dieser Thematik. Vieles passiert in einem iterativen Abstimmungsprozess, in dem man sich gegenseitig in den Erarbeitungsständen fortschreibt — aber es gibt auch andere Beteiligte, die Zeit brauchen, um ihre Ergebnisse zu berücksichtigen.
Roman: Genau. Interessant finde ich: Wir müssen unsere Berechnungsergebnisse an andere Beteiligte übergeben — Schallschutz, Brandschutz, Energieberater, aber auch den Tragwerksplaner. Zum Ende des Entwurfs geben wir große Durchbrüche mit, eine Art Vorabzug-Durchbruchsplanung. Dazu muss ich aber auch eine Rückmeldung bekommen: Ich gehe davon aus, dass ich zu Beginn der Fünf, der Ausführungsplanung, eine Freigabe dieser Durchbrüche erhalte. Das ist wiederum der Start in die Leistungsphase 5. Ein Ergebnis aus dem Seminar war, eine Art Stufenplanung zu machen: Es gibt einen Vorabzug, der wird integriert, dann macht der Architekt seinen nächsten Grundrissstand, dann den endgültigen Planstand, daraus nochmal einen Planstand, und dann gibt es einen Abschluss, wo man als TGA-Planer den letzten Stand integriert — alles innerhalb der Leistungsphase 3. Verschiedene Stufen, mindestens drei, vielleicht sogar vier. Wenn einem nicht klar ist, dass man mindestens vier Grundrissstände einarbeiten muss — also viermal 2.000 Euro, schon 8.000 Euro nur, um Pläne einzulesen — und dass das ein paar Tage Zeit braucht, wird es schwierig.
Sören: Da hast du noch nicht dran gearbeitet, du hast erst die Arbeitsgrundlage geschaffen. Das Thema ist einfach Zeit- und Terminplan.
Roman: Genau. Der perfekte Entwurf braucht das Verständnis, dass wir in Stufen arbeiten und dass es mindestens vier Grundrissstände gibt, die für alle Beteiligten einzulesen sind. Und diese müssen terminiert werden — auch der Nachlauf muss eingeplant und in den Terminplan eingebaut werden.
Sören: Auch da geht es darum, es festzuhalten und für alle nachvollziehbar zu machen.
Wie kommt man zu einer echten Freigabe der Leistungsphase 3?
Roman: Was war noch wichtig in der Leistungsphase 3?
Sören: Zum Abschluss der Leistungsphase 3 möchten wir mit dem Ergebnis der Präsentation gerne eine Freigabe haben — dass sie formal abgeschlossen und abgenommen wird. Wir gucken aus der TGA-Brille, aber das betrifft alle, weil es die Grundlage ist, auf der weitergearbeitet wird. Das geht nur sauber, wenn wir eine Freigabe der erbrachten Leistung bekommen — dass das, was wir geplant haben, dem entspricht, was der Auftraggeber sich wünscht.
Roman: Das klingt einfach, ist aber ganz schön kompliziert. Als Bauherr bekomme ich einen 80-seitigen Erläuterungsbericht, eine Kostenberechnung mit fast LV-Qualität, dann nochmal 23 Seiten und 895 Pläne — und das soll ich binnen zwei Wochen freigeben. Das kann nicht funktionieren. Ich muss es geprüft, verstanden und akzeptiert haben und eine Willenserklärung abgeben. Wenn ich Bauherr wäre, würde ich sagen: Nein, mache ich nicht.
Sören: Damit ist in den nachfolgenden Leistungsphasen der Streit vorprogrammiert, zumindest die Diskussion.
Roman: Genau, und vor allem Missverständnisse. Wenn ich mich als Bauherr nicht intensiv mit dem Thema beschäftigt habe — etwa der Ausstoßzeitberechnung oder der Verlegung von Trinkwarmwasserleitungen im Wohnungsbau —, weiß ich gar nicht genau, wo was liegt und welche Vorwände dicker oder dünner sein müssten. Ein Mittel, das hilft, sind Leitdetails und eine saubere Diskussion der Grundrisse: Man muss sich wirklich Zeit nehmen und die Grundrisse zusammen durchgehen. Zeit ist der kritische Pfad, Zeit ist Geld. Der Fachplaner tut gut daran, alle Themen, die später nochmal hochkommen könnten, mit Schemata und Auszügen aus dem Grundriss ausführlich zu erläutern — und das mit den Kosten in Verbindung zu bringen. Das ist nicht einfach, das ist eine hohe Komplexität, die man auch noch visualisieren muss. Toll wäre, wenn man in Zukunft mit BIM-Modellen direkt die Kosten am Bauteil hätte. Als Bauherr sehe ich dann sofort alle Komponenten in meinem 3D-Modell und die Kosten an den Bauteilen — das ist dann der Weg zum perfekten Entwurf.
Wie präsentiert man den Entwurf so, dass der Bauherr ihn versteht?
Sören: Aber wie oft kommst du noch zu Präsentationen der Leistungsphase 3? Wie oft findet die noch statt?
Roman: Schon noch regelmäßig. Allerdings habe ich das Gefühl, dass dort meistens von der Architektur das Gebäude zum 45. Mal gezeigt wird und die Grundrisse nochmal. Ich habe eine sehr gute Erfahrung damit gemacht, einer Gruppe von Bauherren den kompletten Erläuterungsbericht vorzustellen. Da saßen zwölf Bauherrenvertreter — vier verschiedene Bauherren mit je drei Vertretern. Ich habe ihnen zwei Stunden lang anhand der Tabelle am Beginn des Erläuterungsberichts gezeigt, was wir in jeder Anlagengruppe machen — also die Aufgabenstellung aus der Eins fortgeschrieben und erläutert. Ich dachte, die müssen sich furchtbar langweilen, weil ich in jedes Detail gehe und jedes Rohrmaterial nochmal festlege. Aber sie haben sich gar nicht gelangweilt, sie fanden das super. Es gab intensive Diskussionen: Kupfer oder Edelstahl, was nehmen wir, können wir das kombinieren? Der eine wollte Edelstahl, der andere Kupfer. Ich würde mir einfach den Raum nehmen und die TGA mit dem Platz, den sie im Gebäude braucht, in so einer Besprechung sichtbar machen. Das führt zu einer Freigabe: Wenn ich alle mitgenommen habe und alle die Vor- und Nachteile verstanden haben — was eigentlich schon in der Leistungsphase 2 hätte passieren sollen, etwa beim Material der Trinkwasserleitungen.
Sören: Den Mittelweg zu finden, was man zeigt und wie man die Aufmerksamkeit erhält, ist glaube ich die Kunst.
Roman: Auf jeden Fall. Aber es kommt später in den Grundrissen der Leistungsphase 5 trotzdem alles wieder, und in der 8 auch.
Sören: Irgendwo müssen wir anfangen, Dinge anders zu machen, um eine Verbesserung hervorzurufen. Und sei es nur, dass jemand im Auditorium zuhört, es sich aufschreibt, zu Hause nochmal darüber nachdenkt und es später wieder hochkommt.
Roman: Man könnte den Erläuterungsbericht wie eine Art Podcast vorlesen, den der Bauherr abends im Auto auf dem Weg nach Hause hört — gleich mit einer Kommentarfunktion. Das führt zu einer Freigabe und zu einem perfekten Entwurf. Es ist anstrengend, aber ich glaube wichtig.
Sören: Ich glaube, der perfekte Entwurf wird in einer Folge unseres Podcasts nicht gerecht. Nichtsdestotrotz sind das wesentliche Themen, die Bestandteil eines perfekten Entwurfs sind.
Roman: Genau. Mit dem Entwurf sind wir damit, so weit wir es hier an der Bar besprechen konnten, erstmal durch. Im Seminar gibt es noch viele weitere Punkte. Dort werden diese Herausforderungen der Leistungsphase mit Blitzen bewertet, und wir sortieren mit der Anzahl der Blitze die Knackpunkte heraus und diskutieren sie intensiv. Das waren jetzt einige Ergebnisse daraus.
Sören: Nächste Woche geht es weiter mit der Leistungsphase 5, Teil 3 unserer vierteiligen Serie.
Roman: Unserer vierteiligen Serie zum perfekten TGA-Projekt. Vielen Dank fürs Zuhören.
Häufige Fragen zu dieser Folge
Warum gilt die Leistungsphase 3 (Entwurf) als die wichtigste Phase im TGA-Projekt?
Im Entwurf wird das Ergebnis des TGA-Projekts präsentiert, und damit steht und fällt der Projekterfolg. Alles, was hier vergessen wird, fällt später allen Beteiligten auf die Füße — nicht nur den Fachplanern. Man kann sich über Leistungsphase 2 oder 3 streiten, aber die Drei bündelt das Entwurfsergebnis.
Warum sind die Schnittstellen im TGA-Entwurf so wichtig?
Das Planungsteam muss die Leistungen so aufteilen, dass keine Planungslücken entstehen — die Schnittstellen müssen sauber definiert sein. Die Schnittstellenliste wird nicht einmal erstellt, sondern fortgeschrieben: zu Planungsbeginn, für die Ausschreibung und weiter detailliert im Bau. Besonders kritisch sind die Schnittstellen mehrerer Gewerke untereinander und die Frage, wer ihre Planung integriert.
Welche Rolle spielt der Brandschutz bei den Schnittstellen?
Laut AHO hat der Brandschutz einen ziemlich großen Anteil, der in der Realität gerne unterschätzt und unterbeauftragt wird. Brandschutz-Fachplaner sollten über alle Leistungsphasen beauftragt werden, was aber nicht unbedingt Standard ist.
Warum braucht der Entwurf eine terminierte Stufenplanung der Grundrissstände?
Jeder neue Grundrissstand des Architekten verursacht für den TGA-Fachplaner Aufwand und Nachlauf, allein um ihn einzulesen und Referenzen sowie Layouts anzupassen. Sinnvoll ist eine Stufenplanung mit mindestens drei bis vier Grundrissständen innerhalb der Leistungsphase 3 — vom Vorabzug über den endgültigen Planstand bis zum finalen Abschluss. Diese Stände und der Nachlauf müssen terminiert und in den Terminplan eingebaut werden.
Was übergibt die TGA-Planung am Ende des Entwurfs an andere Beteiligte?
Die TGA muss ihre Berechnungsergebnisse an andere Beteiligte übergeben — etwa Schallschutz, Brandschutz, Energieberater und Tragwerksplaner. Zum Ende des Entwurfs werden große Durchbrüche als Vorabzug-Durchbruchsplanung mitgegeben. Dafür ist eine Rückmeldung nötig: Die Freigabe dieser Durchbrüche zu Beginn der Leistungsphase 5 ist der Start in die Ausführungsplanung.
Warum kann ein Bauherr eine Entwurfsleistung nicht in zwei Wochen freigeben?
Der Bauherr erhält zum Abschluss umfangreiche Unterlagen — etwa einen 80-seitigen Erläuterungsbericht, eine Kostenberechnung mit fast LV-Qualität und mehrere Hundert Pläne. Um seriös freizugeben, muss er die Leistung geprüft, verstanden und akzeptiert haben und eine Willenserklärung abgeben. In zwei Wochen ist das nicht zu leisten, und eine vorschnelle Freigabe programmiert Streit und Missverständnisse in den folgenden Leistungsphasen.
Wie sollte man den TGA-Entwurf dem Bauherrn präsentieren?
Statt nur Grundrisse zu zeigen, hat es sich bewährt, den Erläuterungsbericht ausführlich vorzustellen und anhand der Anlagengruppen-Tabelle zu erläutern, was geplant ist und welche Materialien gewählt werden. In einem Beispiel hat das bei zwölf Bauherrenvertretern zu intensiven Diskussionen geführt — etwa über Kupfer versus Edelstahl bei Leitungen — und damit zu einer echten Freigabe. Die Kunst ist der Mittelweg: genug zeigen, ohne die Aufmerksamkeit zu verlieren.
Zitate
„Alles, was da vergessen wird, fällt später allen auf die Füße — nicht nur den Fachplanern."
— Roman Fritsches
„Der perfekte Entwurf braucht das Verständnis, dass wir in Stufen arbeiten und dass es mindestens vier Grundrissstände gibt, die für alle Beteiligten einzulesen sind."
— Roman Fritsches
„Ich muss es geprüft haben, ich muss es verstanden haben, ich muss es akzeptiert haben und eine Willenserklärung abgeben. Wenn ich Bauherr wäre, würde ich sagen: Nein, mache ich nicht."
— Roman Fritsches
„Wäre echt toll, wenn man in Zukunft mit BIM-Modellen direkt die Kosten am Bauteil hätte."
— Roman Fritsches
Zahlen & Fakten
Jeder neue Grundrissstand des Architekten kostete den TGA-Fachplaner in einem durchgerechneten Projekt rund 2.000 Euro, nur um ihn einzulesen, Referenzen zu hinterlegen und Layouts anzupassen.
Quelle: Roman FritschesBei mindestens vier einzuarbeitenden Grundrissständen summiert sich allein das Einlesen der Pläne auf rund 8.000 Euro (viermal 2.000 Euro).
Quelle: Roman FritschesAus einem Grundrissstand entstehen in dem genannten Projekt rund 800 Pläne.
Quelle: Roman FritschesEine empfohlene Stufenplanung der Leistungsphase 3 umfasst mindestens drei, eher vier Grundrissstände.
Quelle: Roman FritschesGlossar
- Freigabe der Leistungsphase 3
- Formaler Abschluss und Abnahme der Entwurfsleistung durch den Bauherrn; setzt voraus, dass er die Leistung geprüft, verstanden und akzeptiert hat, und ist die Grundlage für die weiteren Leistungsphasen.
- Leistungsphase 3 (Entwurfsplanung)
- Die Phase, in der das Entwurfsergebnis des TGA-Projekts präsentiert wird; aus Sicht der Hosts die wichtigste Leistungsphase, in der Schnittstellen, Stufenplanung und Freigabe zusammenkommen.
- Schnittstellenliste
- Liste zur Definition und Koordination der Schnittstellen zwischen Beteiligten und Gewerken; wird nicht einmal erstellt, sondern fortgeschrieben — bei Planungsbeginn, für die Ausschreibung und weiter detailliert im Bau.
- Stufenplanung
- Ansatz, innerhalb der Leistungsphase 3 mehrere (mindestens drei bis vier) Grundrissstände terminiert zu integrieren — vom Vorabzug über den endgültigen Planstand bis zum finalen Abschluss durch den TGA-Planer.
- Vorabzug-Durchbruchsplanung
- Zum Ende des Entwurfs an andere Beteiligte übergebene Planung der großen Durchbrüche, deren Freigabe zu Beginn der Leistungsphase 5 den Start in die Ausführungsplanung markiert.