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TGA-PlanungBIM-Fachkoordination TGA-PlanungFolge #303

tgabar · Bargespräche

Architekt an der tgabar

Folge 30317.01.202534:51 minRoman Fritsches, Sören JansonGast: Florian Trüstedt
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Auf den Punkt

An der tgabar ist der Architekt Florian zu Gast, der bei einem Generalunternehmer Rechenzentren plant und die KG 300 koordiniert. Das Gespräch zeigt, wie Architektur und TGA besser zusammenarbeiten: über ko-konstruktives Planen, frühe Klärung von Schlitzen und Durchbrüchen, Lean- und agile Methoden sowie die Abwärmenutzung von Rechenzentren als Heizzentrale.

Transkript

Wer ist Florian und was plant er als Architekt?

Roman: Ich arbeite an der TGA-Bar.

Sören: Als Architekt an der TGA-Bar.

Roman: Ich muss ein bisschen angeben, weil ich total glücklich bin, dass Florian Trüstedt hier dabei ist. Florian ist Fan der ersten Stunde des Podcasts — und wir freuen uns, dass wir Fans wie dich interviewen dürfen. Mit einer Besonderheit: Du bist Architekt und hörst als Architekt regelmäßig den Podcast. Sag kurz, was du aktuell tust.

Florian: Aktuell arbeite ich als Architekt beim GU. Wir machen Rechenzentren und haben eine Planungsabteilung, die ich koordiniere — die KG 300.

Roman: Du koordinierst die 300. Die 400 lässt du von den Kollegen koordinieren?

Florian: Da gibt es eigene Koordinatoren, und wir geben uns Mühe, so gut wie möglich zusammenzuarbeiten.

Roman: Wir quatschen sonst immer über die 400. Wie ist das bei der 300? Du hast Decken, Wände, Böden, Türen, Fassaden.

Florian: Brandschutz, Schallschutz, die ganzen Anforderungen — und die Flächen, die gefordert werden. Da stecken die Kosten dahinter.

Roman: Und den Tragwerksplaner koordinierst du wahrscheinlich auch mit?

Florian: Genau, da stelle ich meine Wünsche und bekomme die Anforderungen. Dann kommt die TGA, die mir die Gewichte mitteilt, und dann sagt der Statiker wieder etwas Neues.

Was ist in der KG 300 das komplexeste Thema?

Roman: Was ist in der KG 300 das komplexeste Untergewerk? Wo sind die meisten Störungen?

Florian: Abdichtung und Mediendurchführung — auf dem Dach, im Fundament.

Roman: Da gibt es ja auch eine Gesamtverantwortung, die alle haben: du mit der ausführenden Firma und die TGA, die die Durchführung braucht.

Florian: Ja klar, das wunderschöne Thema Schlitze und Durchbrüche.

Warum hört ein Architekt einen TGA-Podcast?

Sören: Wie bist du als Nicht-TGAler auf unseren Podcast aufmerksam geworden, und was waren deine Beweggründe, am Ball zu bleiben?

Florian: Als ich als Projektleiter für ein Verwaltungsgebäude angefangen habe, war ich in den ersten Gesprächen sehr überfordert: Wie steuere ich meine Fachplaner? Ich kannte deren Anforderungen und Abläufe nicht. Vor allem bei der TGA war mir schleierhaft, wann die was benötigen und was ich wann von ihnen fordern darf — etwa wie hoch die Abhangdecke zu sein hat.

Roman: Die ersten Angaben zu Schlitzen und Durchbrüchen brauchst du nicht erst zum Schluss, die brauchst du schon vorher.

Florian: Genau. Vertikale Durchbrüche bekomme ich vielleicht, aber die horizontalen dauern noch. Im Architekturbüro vorher konnte ich Kollegen fragen — da hieß es, das musst du von denen so abfordern, das sind die Höhen, fertig. Jetzt sitze ich mit TGA-Planern an einem Tisch und versuche, sie zu verstehen. Ich habe eine Zweitmeinung gesucht und sie bei euch gefunden — um die Planungsabläufe und Bedürfnisse zu verstehen.

Wie gelingt ko-konstruktives Planen zwischen Architektur und TGA?

Roman: Das greift mein Lieblingsthema Sprintplanung auf, wo ich versuche, vorher transparent zu machen, was wir liefern und was wir brauchen — in welchen Anlagengruppen, erst Sanitär, Schmutzwasser und so weiter. Ich merke aber: Das ist projektspezifisch, jedes Mal anders, und ich tue mich schwer, einen Standard vorzugeben.

Florian: Selbst auf eurer Seite? Das sind doch eigentlich klare technische Vorgaben, die man auf einen Zettel schreiben könnte.

Roman: Was immer wieder neu ist, sind die Ziele und Risiken in jedem Projekt — abhängig vom Projekttyp: Tiefgarage, Bestandsgebäude, Erdsonden unter der Bodenplatte. Dann hast du andere Planungsbedingungen. Ich habe gerade Begriffe gelernt zu Modi der Zusammenarbeit. Mein großer Traum ist, dass wir ko-konstruktiv arbeiten. Der Begriff kommt aus der Pädagogik: Man entwickelt gemeinsam Ziele und schafft Dinge, die besser sind, als jeder allein sie schaffen würde. Du und ich könnten ko-konstruktiv ein besseres Rechenzentrum planen, als wenn jeder nur seinen Teil macht.

Florian: Da finde ich diese drei Buchstaben BIM so verführerisch. Man denkt, ich müsste mich doch mit Roman und Sören hinsetzen und zusammen im Sandkasten die schönste Burg bauen können.

Roman: Ich habe das ein paar Mal erlebt, vor allem in einem guten Entwurf oder in der frühen Ausführungsplanung. In der Vorplanung hat man das noch nicht, da machen beide noch getrennt ihr Ding. Man versucht erst, die Ziele rauszukriegen — was will der Bauherr — und arbeitet noch nebeneinander her. Das ist eigentlich schade.

Florian: Da bin ich noch am Verstehen: Wie können wir den TGA-Planer in der Leistungsphase 2 in den BIM-Prozess einbinden? Was trägt der in Revit ein? Es gibt Trassen, Bereiche, Tabuzonen, die ich vorgebe. Der Architekt arbeitet zuerst schon mit Wänden, Türen, Fenstern — man sieht es. Aber bei der TGA gibt es in der ersten Leistungsphase noch gar nichts. Oder verstehe ich das falsch?

Roman: Nein, das gibt es noch nicht, und das versuchen wir so weit wie möglich hinauszuzögern, damit wir erst die Entscheidungen vom Bauherrn haben. Unser Problem: Wir haben erst zu Ende der Leistungsphase 2 alle Entscheidungen auf dem Tisch — zu acht Objekten oder mehr. Du hast nur ein Gebäude mit verschiedenen Elementen. Erst wenn die Entscheidung schriftlich da ist und die Kosten freigegeben sind, wollen wir richtig loslegen. Da fallen wir oft auseinander: Ihr seid schon geometrisch unterwegs, wir noch auf dem Papier und in der Wirtschaftlichkeit.

Florian: Wobei wir den Spagat auch lange aushalten — bis kurz vor dem Bauantrag, etwa wie die Fassade aussieht, welches Material, welche Konstruktion. Das tut allen weh, aber es wird oft sehr lange hinausgezögert.

Wo liegen die Zielkonflikte bei einem Rechenzentrum?

Sören: Wir wollten fürs neue Jahr stärker ins Technische gehen. Beim Rechenzentrum gibt es einen großen Zielkonflikt: Alles geht über Digitalisierung, KI und Rechenleistung — und gleichzeitig sollen wir nachhaltig sein und weniger Energie verbrauchen, obwohl gefühlt immer mehr Rechenzentren gebraucht werden. Welche Möglichkeiten hast du auf der TGA-Seite, da deinen Beitrag zu leisten?

Florian: Das ist ein großer Wunsch von mir, vor allem bei der KG 300 bei Rechenzentren. Welche Spielmöglichkeiten habe ich, um dem zu begegnen?

Roman: Ich weiß von einem Kollegen, der sich intensiv mit Abwärme beschäftigt, dass es starke Nachhaltigkeitsanforderungen an die Energie- und Wärmerückgewinnung gibt, auch an die Effizienz des Kälte- beziehungsweise Abwärmeentzugs der Rechner. Da gibt es hohe Standards, die zu Beginn 2024 nochmal verschärft worden sein sollen. Vor allem das Thema Kühlung.

Florian: Bei der 300, meiner Stahlbetonwand mit den Durchbrüchen — der Großteil kann von der TGA geleistet werden. In der Ausführungsplanung habe ich wenig Möglichkeiten zu reagieren. Da stellen unsere Consultants am Anfang die Weichen.

Roman: Ich weiß von meinen Kollegen: Das Rechenzentrum ist für uns eine Heizzentrale. Es produziert dauerhaft Abwärme. Du kannst sie theoretisch sogar als Abwärmequelle steuern — Strom durchs System schieben, auch ohne Rechenleistung — und am besten ein Schwimmbad damit versorgen. In Bad Vilbel soll die Therme mit der Wärme eines Rechenzentrums versorgt werden. Im Prinzip ist es eine Umwandlung von Strom in Wärme und nebenbei Rechenleistung. Deshalb muss sehr viel aufs Dach: Rückkühlung, Auskopplung und Einkopplung von Medien — du hast den ganzen Tag Mediendurchführung.

Welche Planungsmethoden helfen — Last Planner, agil oder Lean?

Florian: Ein Zielkonflikt ist zum Beispiel der Stahlbau auf dem Dach: Wir müssen früh festlegen, wo die Lastpunkte sind, damit es vergeben werden kann. Zu dem Zeitpunkt steht aber noch nicht fest, welche Kältemaschine kommt. Das Dach ist da und muss abgedichtet werden, wir brauchen die Stahlfüße — aber wir wissen noch nicht, was oben draufkommt. Dann gibt es eventuell einen Herstellerwechsel und plötzlich passt die Stahlbühne nicht mehr. Das ist sehr ärgerlich und kostenintensiv.

Roman: Da müsst ihr wahrscheinlich erst die Montageplanung erstellen und selbst den Hersteller aussuchen.

Florian: Zumindest prüfen.

Roman: Habt ihr intern mal eine Methode wie das Last Planner System ausprobiert? Last Planner finde ich plakativ: Den Letzten beißen die Hunde. Du wärst der Last Planner, der das Dach und den Stahlbau fertig planen muss. Was muss davor passieren? Die Angaben von den Maschinen. Davor? Die Vergabe der Kältemaschinen. Davor? Drei Angebote müssen vorliegen. Also von hinten nach vorne denken.

Florian: Den Vorteil, so zu denken, hätten wir. Aber wir sind sehr agil unterwegs, es ist ein tägliches Scrum.

Sören: Also agil eher im nicht so positiven Sinne.

Florian: Flexibel halt, sehr flexibel. Wünschenswert wäre, die Planung zu systematisieren und Methoden auszuprobieren. Spannend finde ich die integrierte Projektabwicklung — wenn die Nachunternehmer bekannt sind und schon mit in die Planung gehen. Das könnte in einem Konstrukt GU umgesetzt werden.

Roman: Eigentlich ist ein GU schon eine integrierte Projektabwicklung. Du hast zwei Methodenbegriffe genannt: Scrum macht ihr — das ist nah verwandt mit euren Kunden, die Software betreiben.

Florian: Ich dachte, die Kunden seien die coolen Jungs mit den Turnschuhen, die uns in ihre Entscheidungsprozesse aufnehmen. Aber dem ist leider nicht so.

Roman: Die coolen Jungs, die Scrum machen, sind nicht die, die das Ding finanzieren. In der Softwareentwicklung gibt es teils einen hohen Standard, da können wir nur von träumen. Das Zweite, was du sagtest, waren schlanke, effiziente Prozesse — du sagtest verlustfrei. Das ist für mich Lean: möglichst Verschwendung vermeiden. Siehst du da Möglichkeiten?

Florian: Ich sehe große Möglichkeiten.

Roman: Also Agil und Lean wären die beiden Dinge. Bei Agil habe ich verstanden, dass es besonders dort gut funktioniert, wo du interdisziplinäre Teams hast, die gemeinsam ko-konstruieren. Wir haben mal vier Technikzentralen als agiles Projekt geplant: Wir haben die unfertige Zentrale einem wissenden Bauherrn mit gutem TGA-Berater gezeigt, der kam mit coolen Vorschlägen, der Architekt ist eingestiegen — plötzlich war ein Vibe im Raum. Davon träumen wir alle: zusammensitzen, das Modell anschauen, und alle tragen mit ihrem Wissen bei und schaffen etwas Besseres.

Florian: Die Angst loszulassen und Unfertiges zu zeigen — das ist immer wieder die Sache.

Roman: Es funktioniert, wenn du es ankündigst und früh machst — acht Wochen vorher, nicht eine Woche vor Abgabe. Dann kannst du ein unfertiges Ding nutzen, um Qualitäten zu zeigen.

Was bedeutet kontrollierter Machtverlust in der Generalplanung?

Roman: Wo liegen in der Generalplanung die Vorteile? Hast du mehr Macht? Ich selbst spüre die nicht so.

Florian: Ich gebe sie ja ab, es wird verteilt — also Machtverlust.

Roman: Kontrollierter Machtverlust. Das wünschen wir dem einen oder anderen Despoten.

Florian: Bei Rechenzentren ist der Spieß umgedreht: Die TGA sagt, was sie von der Architektur braucht. In dem Architekturbüro vorher war es andersherum — da hat die Architektur gesagt, was die TGA machen soll. Jetzt bin ich in der Planung, wo es umgedreht ist.

Roman: Ist das für dich frustrierend?

Florian: Nein, das ist vielleicht eine Typgeschichte. Damit kann ich gut umgehen und bin weiter auf dem Weg des Verständnisses.

Roman: Ich kenne nur die andere Seite. Wir haben Generalplanungsprojekte, in denen ein Architekturbüro der Generalplaner ist, das keine Generalplanung macht, sondern uns als Nachunternehmer ein paar Prozent rausverhandelt hat. Ich finde es furchtbar, weil ich als TGA-Planer komplett diesen Machtverlust habe: Ich kann mich nicht mehr an den Bauherrn wenden, muss am Architekten vorbei, der mit seinen Gestaltungsthemen dominiert. Das führt dazu, dass ich ständig Leitungen verschieben muss und Themen wie Inbetriebnahmen oder Provisorien nicht interessieren. Bei dir ist es umgekehrt: Du hast ein technisch dominiertes Gebäude und nimmst den kontrollierten Machtverlust als Architekt in Kauf, weil es Sinn für das Gesamtprojekt macht.

Florian: Umso mehr ist es der Versuch des Verständnisses auf meiner Seite.

Roman: Ich habe auch ein positives Beispiel: Ich habe mit einem Star-Architekten zusammengearbeitet, der sich an einer Brandschutzklappe unter einem Aufzug derart ko-konstruktiv abgearbeitet hat — das war unglaublich. Wir haben eine Lösung im letzten Detail gefunden, die Klappe versteckt in einem Gitterrost, Lüftungsquerschnitte berechnet. Das ging zwei Tage hin und her, mit Zoffen, aber mit dem Druck, etwas Geiles hinzubekommen, das man nicht sieht und das funktioniert.

Florian: Das ist dann der ideale Zustand.

Was bringt der Austausch zwischen Architekt und TGA?

Roman: Ich glaube, das ist das große Thema für alle TGA-Planer und Architekten: Wie können wir besser zusammenarbeiten? Dazu möchte ich übrigens auch an der Bar forschen.

Sören: Florian, hat es dir etwas gebracht? Wir machen das jetzt fast im dritten Jahr.

Florian: Ich kann es nicht monetär wiedergeben, aber mein Verständnis ist gewachsen. Vor allem von der Seite des Rechenzentrums ist es immens wichtig, dass ich die Prozesse der TGA-Planung verstehe — das hat mir sehr geholfen.

Roman: Vielleicht suchen wir mal einen Architektur-Podcast und machen ein Crossover, weil ich glaube, das könnte fruchtbar sein.

Sören: Ja, wir machen ein Crossover.

Roman: Florian, vielen Dank, schönen Gruß nach Frankfurt. Danke, dass du uns an deinem kontrollierten Machtverlust teilhaben hast lassen — und vielleicht systematisieren wir zusammen die Planung.

Häufige Fragen zu dieser Folge

Was koordiniert ein Architekt bei der Planung eines Rechenzentrums?

Florian koordiniert beim Generalunternehmer die KG 300, also Decken, Wände, Böden, Türen und Fassaden mit Anforderungen wie Brandschutz, Schallschutz und Flächen. Die KG 400 koordinieren eigene Koordinatoren. Als komplexestes Thema nennt er Abdichtung und Mediendurchführung auf dem Dach und im Fundament, also Schlitze und Durchbrüche.

Warum sind Schlitze und Durchbrüche zwischen Architekt und TGA ein Konfliktthema?

Der Architekt braucht die Angaben zu Schlitzen und Durchbrüchen früh und nicht erst zum Schluss. Vertikale Durchbrüche lassen sich oft eher klären als horizontale. Weil die TGA viele Entscheidungen erst gegen Ende der Leistungsphase 2 vorliegen hat, fallen die Planungsstände auseinander: Der Architekt ist geometrisch unterwegs, die TGA noch in Wirtschaftlichkeit und auf dem Papier.

Was bedeutet ko-konstruktives Planen?

Der Begriff stammt aus der Pädagogik. Ko-konstruktiv heißt, dass man gemeinsam Ziele entwickelt und Dinge schafft, die besser sind, als jeder Beteiligte sie allein schaffen würde. Übertragen auf das Bauen: Architekt und TGA-Planer planen zusammen ein besseres Gebäude, als wenn jeder nur seinen Teil bearbeitet.

Wie funktioniert das Last Planner System bei der Rechenzentrumsplanung?

Man denkt von hinten nach vorne. Beispiel Stahlbau aufs Dach: Wer das Dach fertig planen muss, braucht zuvor die Angaben der Kältemaschinen, davor deren Vergabe, davor drei verhandelbare Angebote. Indem man von der letzten Aufgabe rückwärts plant, klärt man, welche Vorleistungen wann vorliegen müssen.

Warum eignet sich ein Rechenzentrum als Wärmequelle?

Ein Rechenzentrum produziert dauerhaft Abwärme und wirkt für die TGA wie eine Heizzentrale. Im Prinzip wandelt es Strom in Wärme um und liefert nebenbei Rechenleistung. Die Abwärme lässt sich nutzen, etwa um ein Schwimmbad oder eine Therme zu versorgen; in Bad Vilbel soll eine Therme mit der Wärme eines Rechenzentrums versorgt werden.

Was meint kontrollierter Machtverlust in der Generalplanung?

In der Generalplanung gibt eine Disziplin Steuerungsmacht ab, damit das Gesamtprojekt gelingt. Bei einem technisch dominierten Rechenzentrum sagt die TGA, was sie von der Architektur braucht, sodass der Architekt Macht abgibt. Umgekehrt erlebt der TGA-Planer Machtverlust, wenn ein Architekturbüro Generalplaner ist und er nur als Nachunternehmer ohne direkten Zugang zum Bauherrn agiert.

Zitate

Das Rechenzentrum ist für uns eine Heizzentrale. Es produziert dauerhaft Abwärme."

Roman Fritsches

Last Planner finde ich plakativ: Den Letzten beißen die Hunde. Also von hinten nach vorne denken."

Roman Fritsches

Die Angst loszulassen und Unfertiges zu zeigen — das ist immer wieder die Sache."

Florian

Du und ich könnten ko-konstruktiv ein besseres Rechenzentrum planen, als wenn jeder nur seinen Teil macht."

Roman Fritsches

Zahlen & Fakten

Die Nachhaltigkeitsanforderungen an die Energie- und Wärmerückgewinnung von Rechenzentren sollen zu Beginn 2024 nochmals verschärft worden sein.

Quelle: Roman Fritsches (aus zweiter Hand, ohne Quelle)

Glossar

Integrierte Projektabwicklung
Abwicklungsform, bei der die Nachunternehmer bereits bekannt sind und früh in die Planung einbezogen werden; laut Folge in einem GU-Konstrukt grundsätzlich umsetzbar.
KG 300
Kostengruppe Bauwerk-Baukonstruktionen; umfasst u.a. Decken, Wände, Böden, Türen, Fassaden samt Brandschutz-, Schallschutz- und Flächenanforderungen.
Ko-konstruktives Planen
Aus der Pädagogik stammender Begriff; gemeinsam Ziele entwickeln und Ergebnisse schaffen, die besser sind, als jeder Beteiligte sie allein schaffen würde.
Last Planner System
Planungsmethode, bei der von hinten nach vorne gedacht wird: ausgehend von der letzten Aufgabe werden die nötigen Vorleistungen und ihre Termine rückwärts geklärt.
Lean
Ansatz, möglichst Verschwendung zu vermeiden; im Gespräch mit verlustfreien, effizienten Prozessen gleichgesetzt.
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