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TGA-PlanungFolge #234

tgabar · Bargespräche

endlich ein Verein für TGA-Fachplanung

Folge 23414.06.202413:04 minRoman Fritsches, Sören Janson
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Auf den Punkt

Die tgabar ist seit dem 17.05.2024 ein eingetragener, gemeinnütziger Verein für TGA-Planende mit dem Zweck, Wissenschaft und Forschung sowie Standards für die TGA-Planung zu fördern. Organisiert ist sie in drei thematischen Bars mit rund zehn bis zwölf Lounges. Geplant sind ein zweitägiges Barcamp im Oktober und regelmäßige Happy Hours und Weiterbildungen.

Transkript

Was bedeutet es, dass die tgabar jetzt ein eingetragener Verein ist?

Roman: Herzlich willkommen an der TGA-Bar e.V. Wir sind ein Verein, seit dem 17.05. Bekannt ist uns das seit dem 17.05., seit dem 29.05. liegt es bei der Deutschen Post. Es gab ein Problem mit dem Briefempfang an unserem neuen Standort — das Logo müsste eigentlich schon hängen.

Sören: Wahrscheinlich ist eine Sendung als „Empfänger unbekannt verzogen" zurückgegangen.

Roman: Wir sind jetzt ein Verein, und wir sind ganz glücklich darüber. Ich hatte ein bisschen Angst vor dem Moment, weil es jetzt richtig losgeht. Wir haben eine Warteliste von inzwischen, glaube ich, 100 Teilnehmern, die alle in den Verein wollen und jetzt eine Rechnung für ihre Mitgliedschaft bekommen.

Was ist beim Barcamp im Oktober geplant?

Roman: Vor allem müssen wir jetzt unsere Konferenz, unser Barcamp organisieren, das im Oktober stattfinden soll. Wir haben schon einen großen Club in Berlin organisiert — Sarah war da sehr fleißig. Wir haben sogar mehrere Clubs reserviert, um mit bis zu 150 Leuten eine richtige Konferenz zu machen. Zwei Tage, enthalten in der Vereinsmitgliedschaft. Allein dafür lohnt sich die Anmeldung: Für eine VDI-Konferenz zahlst du 1400 Euro, bei uns 1200 Euro.

Sören: Keine Konkurrenz.

Roman: Nein, überhaupt nicht — aber wir sind eine Bar. Dazu gibt es einen Podcast und die 1-Euro-Flatrate mit Weiterbildung für die Mitarbeitenden.

Was ist der Zweck und die Struktur des Vereins?

Sören: Warum reden wir darüber? Über die Happy Hours haben sich viele Interessierte gemeldet, bei denen nicht immer jemand geantwortet hat. Wir wollen ein Update geben, was in der Zwischenzeit passiert ist.

Roman: Wir hatten ein bisschen Startschwierigkeiten und experimentieren mit der Vereinsorganisation. Es gibt keinen Verein, der so aktiv online ist — wir sind eigentlich ein bisschen wie ein Berufsverband. Wir sind ein eingetragener, gemeinnütziger Verein, vor allem aber TGA-Planende, die sich online treffen und Dinge ausarbeiten. Wir entwickeln Standards und Forschung für die TGA-Planenden; das ist unser Vereinszweck: Förderung von Wissenschaft und Forschung. Das machen wir mit inzwischen, glaube ich, zehn oder zwölf Lounges, drei regelmäßigen Happy Hours in drei Bars und regelmäßigen Weiterbildungen einmal im Monat. Kein Verein hat so viel Angebot für seine Mitglieder — und wir sind gerade erst gegründet, also noch im Aufbau.

Wie sind Bars, Lounges und Tische gegliedert?

Roman: Wir haben drei Bars, und an den Bars gibt es jeweils Lounges. Die Bars sind themenbezogen, etwa Forschung und Standards. Die Lounges darin kümmern sich um BIM, Gebäudeautomation, smarter Planen und Projektleitung.

Sören: Also quasi sowas wie der Arbeitskreis zum Thema.

Roman: Das sind die Arbeitskreise. Darunter gab es, vor allem durch BIM und smarter Planen, den Bedarf, sogenannte Tische zu gründen — weitere Untergruppen für Spezialthemen. Das hat uns aber ein bisschen überfordert.

Sören: Das ist massiv kompliziert.

Roman: Du brauchst neben Barkeepern und Loungeleitenden auch noch Tischleitende. Deshalb haben wir gesagt: Lass uns einen Tisch lieber als zeitlich begrenzten Stammtisch oder zeitlich begrenztes Thema verstehen, bei dem man sich drei- oder viermal trifft, um ein Ergebnis zu produzieren, das man dann an die Bar bringt.

Wie sollen die zeitlich begrenzten Tische konkret arbeiten?

Roman: Konkretes Beispiel: die Lounge Kreislaufgerechte Gebäudetechnik, die noch nicht gegründet ist und von Christian Herbst gegründet werden soll. Da ist die Frage, wo sie zugehört — zu Forschung und Standards oder zu Netzwerk und Innovation. Christian hat als erstes Thema 3D-Bestandserfassung: Wie kann ich TGA in einem Gebäude mit den nötigen Laserscannern erfassen und ordentlich modellieren, sodass es mir als TGA-Planer mit den Informationen hilft, die ich brauche? Die Idee ist, dass man sich viermal mit den richtigen Leuten trifft und ein Dokument erstellt — eine Handlungsempfehlung. Was muss rein, wenn ich ein Angebot von einem Dienstleister einhole? Welchen Detailgrad muss er liefern, was wird das kosten, wie biete ich die Leistung an, worauf ist zu achten? Diese Handlungsempfehlung kommt dann an die Bar, der Tisch ist damit erstmal abgeschlossen und nimmt sich das nächste Thema vor, etwa: Wie schreiben wir kreislaufgerechte LVs?

Das hat sich aus der Idee von Christopher entwickelt, Tische als zeitlich begrenztes Arbeitsziel zu begreifen. Normalerweise ist es ja so: Ein Sportverein spielt halt Tennis. Hier nimmt man sich ein konkretes Ziel vor — wir spielen diesen Cup in den nächsten vier Monaten und gewinnen ihn — und dann das nächste. So entsteht ein Ergebnis, das gemeinnützig auf der Website steht. Das ist der Anspruch an die Lounges. Es ist alles noch nicht komplett verabschiedet und muss noch beschlossen werden; es gibt bestimmt noch Bedenken und Verbesserungsvorschläge. Aber es wäre großartig, wenn wir das schaffen, weil wir dann am laufenden Band Dinge produzieren, die auf der Website landen und uns als TGA-Planern wirklich weiterhelfen.

Sören: Für mich sind das in Teilen neue Entwicklungen, da fallen mir Sachen ein, die wir im Nachgang besprechen müssen.

Roman: Bei dir war ja die Idee, eine Lounge agiles Projektmanagement zu gründen. Ich habe gesagt: Nimm das bitte in die Lounge Projektleitung rein und mach daraus einen Tisch. Die Idee wäre, dass man sich vier- oder fünfmal trifft und zum agilen Projektmanagement ein Paper schreibt — eine Übersicht agiler Projektmanagement-Methoden für die TGA oder die Generalplanung. Welche kann man wie nutzen, wer hat welche Erfahrungen gemacht? Ich weiß, dass ZWP da total scharf darauf ist mitzumachen, auch Klett Ingenieure. Ich habe schon Teilnehmer im Kopf.

Sören: Genau, deswegen nehmen wir das auch auf, damit die, die ihr Interesse bekundet haben, wissen, warum sie noch keine Einladung bekommen haben.

Roman: Weil wir erst verstehen mussten, wie wir zusammenarbeiten wollen. Am Schluss muss aus meiner Sicht ein Dokument entstehen — und dann macht es auch Spaß. Ich glaube, ich kriege das moderiert; das mache ich inzwischen auch bei den Weiterbildungen. Ich erstelle Dokumente als Vorschlag in einem Google Doc, in das alle gleichzeitig reinschauen, mitschreiben und Fragen formulieren können. In zweieinhalb Stunden diskutiere ich dieses Dokument, verbessere es und stelle es wieder ein. Vielleicht kommen wir in so einen Modus rein.

Sören: Gibt es einen Horizont, mit dem die Kolleginnen und Kollegen rechnen können?

Roman: Zum Beispiel die Lounge Unternehmensentwicklung, die Thomas Kirtz leiten will — der lädt jetzt ein. Wir müssen das Konzept verschriftlichen: Wie soll die Zusammenarbeit ablaufen, und wo ist die Vorlage für das Dokument, das erstellt werden soll? Nicht nur zusammensitzen und quatschen, sondern wirklich etwas erarbeiten. Wir wollen nicht zu viele Lounges auf einmal gründen, sondern bei dieser Zahl von zehn bis zwölf bleiben. Diese Lounges haben dann immer wieder ein zeitlich begrenztes Thema, das sie aufs Papier bringen, bevor sie sich das nächste vornehmen — mehr thematischer Fokus statt mehr Lounges mit mehr Leuten.

Welche Termine stehen als Nächstes an?

Roman: Jetzt geht es richtig los: Wir müssen Software kaufen und ausprobieren, die die Vereinskommunikation verbessert. Christopher ist gerade mit einer besseren, auf Vereine zugeschnittenen Software dran, sodass jeder einen Zugang bekommt und sich besser austauschen kann. Ich träume von einer App mit dem tgabar-Logo, in der ich alle Informationen habe.

Sören: Noch mal zusammengefasst: Im Oktober Barcamp — schon mal vormerken, am 17. und 18.

Roman: Den 17. und 18. Oktober haben wir fürs Barcamp reserviert. Ansonsten machen wir weiter wie gehabt, wie im letzten Newsletter geschrieben: Als Nächstes kommt die verschobene Happy Hour TGA im Netzwerk New Work am 7.6., dann wieder die Happy Hour für Aus- und Weiterbildung — da schauen wir, was wir nächstes Jahr im Ausbildungsprogramm machen wollen. Am 5.7. mache ich mit Adrian etwas zum Thema Bauüberwachung.

Sören: Erst die Folge Podcast hören, dann bekommt man einen Vorgeschmack auf Adrian und sollte auf jeden Fall teilnehmen.

Roman: Er wird zeigen und erklären, dass wir eben keine Bauleitung machen, und ich leite her, wo es herkommt — das ist der Unterschied.

Sören: Die ganzen Termine findet man sowieso auf der Homepage.

Roman: Die Termine sind alle direkt auf der Homepage unter Termine, mit den offenen Anmeldelinks.

Sören: Und es gibt eine Mitgliederversammlung?

Roman: Die Mitgliederversammlung wäre auch am 17. und 18. Oktober — die verbinden wir mit der Konferenz. Jedes Mitglied darf mit einer Person kommen. Ich war kürzlich bei einer Mitgliederversammlung, die mit, glaube ich, 80 Leuten nur acht Minuten gedauert hat. Es werden im Wesentlichen nur Dinge bestätigt.

Sören: Für alle, die noch kein Vereinswissen haben, ist das eine interessante Sache.

Roman: Das ist der formelle Teil, den wollen wir schnell machen. Der informelle Teil ist viel cooler: echte Diskussionsrunden. Ich träume von Podiumsdiskussionen.

Sören: Schaut euch gerne das Format Barcamp an — das lässt von vielen interessanten Themen, Workshops und dergleichen träumen.

Roman: Wenn man zweieinhalb bis drei Stunden live an einem Thema sitzt, kann man richtig etwas erarbeiten.

Sören: Sehr cool. Also stay tuned.

Roman: Bleibt dran. Die tgabar e.V. ist am Start, ab jetzt.

Häufige Fragen zu dieser Folge

Seit wann ist die tgabar ein eingetragener Verein und was ist ihr Zweck?

Die tgabar ist seit dem 17.05.2024 ein eingetragener, gemeinnütziger Verein. Ihr Vereinszweck ist die Förderung von Wissenschaft und Forschung — konkret entwickelt sie Standards und Forschung für TGA-Planende, die sich überwiegend online treffen und gemeinsam Ergebnisse ausarbeiten.

Wie ist die tgabar organisatorisch gegliedert?

Es gibt drei themenbezogene Bars (z. B. Forschung und Standards), an denen jeweils Lounges als Arbeitskreise hängen — etwa zu BIM, Gebäudeautomation, smarter Planen und Projektleitung. Angestrebt sind rund zehn bis zwölf Lounges, die jeweils zeitlich begrenzte Themen an sogenannten Tischen bearbeiten und ein Ergebnis (z. B. eine Handlungsempfehlung) erstellen.

Was ist beim Barcamp im Oktober geplant und was kostet die Teilnahme?

Das zweitägige Barcamp findet am 17. und 18. Oktober statt, mit reservierten Clubs für bis zu 150 Personen. Die Teilnahme ist in der Vereinsmitgliedschaft enthalten; als Vergleich werden 1200 Euro genannt gegenüber 1400 Euro für eine VDI-Konferenz. Am selben Termin findet auch die Mitgliederversammlung statt.

Zitate

Wir sind jetzt ein Verein, und wir sind ganz glücklich darüber."

Roman Fritsches

Kein Verein hat so viel Angebot für seine Mitglieder wie wir — und wir sind gerade erst gegründet."

Roman Fritsches

Die tgabar e.V. ist am Start, ab jetzt."

Roman Fritsches

Zahlen & Fakten

Die tgabar ist seit dem 17.05.2024 ins Vereinsregister eingetragen.

Die Warteliste für die Vereinsmitgliedschaft umfasst inzwischen rund 100 Teilnehmer.

Das Barcamp ist für bis zu 150 Teilnehmer ausgelegt und findet am 17. und 18. Oktober statt.

Eine VDI-Konferenz kostet 1400 Euro, das tgabar-Barcamp 1200 Euro (in der Mitgliedschaft enthalten).

Der Verein organisiert sich in rund zehn bis zwölf Lounges sowie drei regelmäßigen Happy Hours und monatlichen Weiterbildungen.

Glossar

Bar
Themenbezogene Organisationseinheit des Vereins (z. B. Forschung und Standards), an der jeweils mehrere Lounges hängen.
Lounge
Arbeitskreis innerhalb einer Bar zu einem Themenfeld wie BIM, Gebäudeautomation, smarter Planen oder Projektleitung.
Tisch
Untergruppe einer Lounge, neu als zeitlich begrenzter Stammtisch verstanden, der sich drei- bis viermal trifft, um ein konkretes Ergebnis (z. B. eine Handlungsempfehlung) zu erarbeiten.