TGA-Planung › Kreislaufgerechte TGA-Planung › Folge #19
tgabar · BargesprächeEinführung in Cradle-to-Cradle (C2C) für Bauprojekte
Cradle-to-Cradle (C2C) bedeutet „von der Wiege zur Wiege": Gebäude werden nicht als lineare CO2- und Müllproduzenten, sondern als Rohstoffquelle gedacht. Für TGA-Planer heißt das, nicht mehr nur bedarfsgerecht, sondern auch ressourcengerecht zu planen — Bestandsbauteile wiederzuverwenden, das Global Warming Potential jedes Bauteils zu ermitteln und Anlagen rückbaubar zu konzipieren.
Transkript
Was hat Cradle-to-Cradle mit Projektmanagement in der TGA zu tun?
Roman: Moin, moin aus Hamburg und herzlich willkommen zum einzigen Podcast mit dem Thema Projektmanagement in der TGA. Sören Janson und ich, Roman Fritsches, sitzen in der Bar und ich habe das Thema mitgebracht: Cradle to Cradle.
Sören: Als ich das gesehen habe, habe ich mich zuerst gefragt: Was hat Cradle to Cradle mit Projektmanagement zu tun?
Roman: Hör doch mal die Folge mit Lars Schumacher, da sagt er das.
Sören: Darüber sind wir letztendlich darauf gekommen, weil wir gesagt haben, das ist ein weiterer Teilaspekt, der in Zukunft auf uns Planer, Ausführende und die Baubranche zukommt. Aber was hat das eine mit dem anderen zu tun?
Roman: Für uns als Fachplaner bedeutet das: Ich plane nicht mehr nur bedarfsgerecht für den Nutzer und den Bauherrn, sondern jetzt auch ressourcengerecht. Was habe ich denn an Ressourcen vielleicht schon verfügbar in einem Bestandsgebäude?
Wofür steht die Abkürzung C2C?
Sören: Kannst du die Zuhörerinnen und Zuhörer kurz abholen, wofür diese C2C-Abkürzung eigentlich steht? Ist ja Customer to Customer.
Roman: Nein, Cradle to Cradle. C2C ist gefährlich zu benutzen, weil Customer to Customer auch ein Thema ist. Cradle to Cradle bedeutet „von der Wiege zur Wiege". Es geht darum — und das ist gerade ein gesamtgesellschaftliches Thema —, dass wir unsere Gesellschaft von mehr, mehr, mehr Konsum und Produktion wegbringen und uns fragen, wie wir umweltgerecht bauen und produzieren.
Sören: Also weg von mehr neuem Konsum, hin zu bestehendem.
Roman: Genau. Da gibt es verschiedene Möglichkeiten. Eine ist natürlich Verzicht — darüber redet man ungern, auch in der Politik. Auf der anderen Seite kann man Dinge auch einfach anders machen. Die erste wichtige Sichtweise ist, dass man ein Produkt, ein Bauteil oder ein Gebäude von der Wiege zur Wiege betrachtet: Wie wird es produziert? Wie aufwendig ist das? Welches Global Warming Potential hat es? Wir versuchen ja, für unsere Kinder die Welt zu retten. Und ein Punkt ist, dass die Baubranche 40 Prozent des CO2 weltweit ausmacht. Da sind wir ein ganz großer Player. Ein Thema wäre also, dass wir uns ansehen, welches Global Warming Potential die Bauteile in unseren Gebäuden haben.
Wie verändert ressourcengerechtes Planen die Planung von Neubau und Bestand?
Sören: Das betrifft jetzt den Neubau.
Roman: Das würde den Neubau betreffen, genau. Alles, was ich neu in ein Gebäude einbringe, hat ein Global Warming Potential. Wenn ich es schaffe, Produkte nach ihrem vorbestimmten Lebenszyklus weiterzunutzen, reduziere ich das Global Warming Potential, weil ich nichts Neues produzieren muss. Oder ich bringe bestehende Produkte, die schon da und bezüglich ihres Global Warming Potentials abgeschrieben sind, wieder ein. Dann verringere ich auch den Fußabdruck.
Sören: Das heißt, ich mache mir Gedanken, wie ich die Anlage, die eigentlich 30 Jahre alt ist, weiter betreiben kann, auch wenn die Technik veraltet ist.
Roman: Da haben wir schon das erste Problem. Das Thema ist richtig komplex, deswegen ist es für uns Planer eine spannende Sache. Warum ist das spannend für die Planer? Weil sich unser Planungsprozess mittelfristig verändern wird — von rein bedarfsgerecht zu ressourcengerecht.
Sören: Das ist eigentlich eine Überschneidung der beiden Themen bedarfs- und ressourcengerecht, weil der Bedarf hier so geäußert wird, dass jemand ressourcengerecht bauen oder planen möchte. Der Bauherr oder Investor kommt an und sagt, ich möchte den und den Standard haben.
Roman: Wobei ich bedarfsgerecht so verstanden hätte, dass sich der Bedarf erstmal auf Nutzer und Bauherrn bezieht: Termine, Kosten, Qualität. Der Nutzer will, dass es schön warm ist, gute Luftqualität, schöne Beleuchtung. Der Bauherr will, dass es nicht zu teuer ist und termingerecht fertig wird. Cradle-to-Cradle fasst alle drei Ziele an. Ich habe ein anderes Qualitätsverständnis, wenn ich ressourcengerecht arbeite: Ich kann nicht einfach die schicke neue Leuchte nehmen, weil die ein hohes Global Warming Potential hat. Vielleicht nehme ich einen alten Leuchtenkörper und bringe ein neues LED-Leuchtmittel rein. Das ist ein ganz anderer Planungsansatz — dann ändert sich meine Lichtberechnung, und ich muss fragen, welche Lichtausbeute ich mit den bestehenden Leuchtkörpern und dem neuen Leuchtmittel habe.
Was muss ein TGA-Planer konkret tun, um Bestandsbauteile wiederzuverwenden?
Sören: Man kann sagen, es verkompliziert sich weiter.
Roman: Es verkompliziert sich weiter. Ich sehe das beim Tragwerksplaner — wir haben da ein gemeinsames Projekt —, der denkt darüber nach, mit Plasmaschweißgeräten bestimmte Betonteile aus dem Bestandsgebäude herauszuschneiden und in den Neubau wieder einzubringen. Großartig, aber als Nicht-Tragwerksplaner dachte ich: Wie berechnet der jetzt die Tragfähigkeit?
Sören: Vielleicht bringt das es auf den Punkt: die Umsetzung dieser einfach gesagten Forderung und was sie mit sich zieht.
Roman: Machen wir es plastisch für einen Planer. Wir haben gerade so ein Projekt. Der erste Schritt ist tatsächlich zu ermitteln, was im Bestand ist: Was haben wir für TGA-Objekte? Wir reden über Porzellan, über Heizkörper, über Lüftungskanäle. Der Fachplaner muss erstmal ermitteln, welchen Zustand, welche Maße, welche Gewichte sie haben, von wann sie sind, wie sie verarbeitet sind und ob ich sie wieder einbringen kann. Und dann ermitteln wir das Global Warming Potential, also den CO2-Fußabdruck dieser Bauteile. Das ist schon ganz schön kompliziert — du musst dich fragen, wie viel CO2 der Lack in seiner Produktion erzeugt hat, oder das Gussteil des Gussheizkörpers.
Sören: Das wird für jede Anlage, für jedes Teil runtergebrochen.
Roman: Das musst du für jedes Teil runterbrechen und dich am Ende fragen: Wenn ich es wieder einbringe, also den Lebenszyklus nicht beende, wie viel Lebenszeit hat es danach? Was muss ich investieren, um es wieder bedarfsgerecht zu machen? Und dann vergleiche ich es mit einem neuen Produkt: Wenn ich einen neuen Heizkörper einbaue, was hat der für ein Global Warming Potential und wie lange hält er? Der hält wahrscheinlich noch 50 Jahre, wenn das bestehende Bauteil nur noch 30 hält. Das sind total komplexe Fragen — und jetzt reden wir nur über Heizkörper. Unser Gebäude besteht nicht nur aus Heizkörpern.
Sören: Das ist auch ein Thema, mit dem sich bisher nicht auseinandergesetzt wurde: dass ich mir den gesamten Herstellungsprozess solcher Anlagen anschauen muss, um beurteilen zu können, welchen Einfluss das künftig auf das Gebäude und die Umwelt hat.
Warum gewinnen Umnutzung und Sanierung an Bedeutung?
Roman: Jetzt wird es noch spannender. Ich habe jetzt ein Projekt, in dem man Bestandsbauteile anschaut und sagt, die wollen wir einbringen. Aber die meisten Bauherren und Projekte machen das nicht — die sagen einfach, wir bauen neu.
Sören: Aber gerade in einer Stadt wie Hamburg, wo Flächen rar sind, wird die Frage Umnutzung und Sanierung immer wichtiger. Diese Fragestellungen werden zwangsläufig mehr kommen: Ich habe ein Gebäude, das von außen schön aussieht und drinnen funktioniert auch alles — wie kann ich das weiternutzen?
Roman: Wie kann ich es umnutzen und so bedarfsgerecht umbauen, dass es ressourcenschonend ist? Oder ressourcenschonend umbauen, sodass es bedarfsgerecht ist? Zwei Ziele, die es zu bedenken gilt.
Wie plant man Neubauteile von Anfang an rückbaubar?
Roman: Du redest jetzt zum Bestandsgebäude — möglichst viel wieder einsetzen. Bei Neubauten kann man aber trotzdem versuchen, einen Bauteilkatalog zu machen. Das ist ein zweiter, ganz anderer Aspekt: Ich bringe einen Haufen neue Bauteile ein. Bleiben wir bei der Fußbodenheizung — ein gutes Beispiel. Wenn ich ressourcengerecht arbeite, muss ich darüber nachdenken, was nach ihrer Lebenszeit passiert. Die VDI sagt etwa 20 Jahre für Heizungssysteme; ich vermute, sie wird eher 40 Jahre betrieben. In 40 Jahren muss ich sie nach C2C-Gesichtspunkten wieder auseinandernehmen und woanders einbringen können.
Sören: Als Fußbodenheizung.
Roman: Als Fußbodenheizung — puh, jetzt wird es schwierig. Wie kloppe ich den Estrich auf und hole die Rohre wieder raus? Die Standard-Fußbodenheizung fällt also raus.
Sören: In der Konsequenz.
Roman: Es gibt andere Systeme: eine Fußbodenheizung in Aufträgersystemen statt im Estrich, sodass ich sie in 30 oder 40 Jahren wieder rezykliergerecht nutzen kann. Aber diese Gedanken muss ich mir machen. Kann ich Fliesen einsetzen? Wie bekomme ich sie in 40 Jahren werterhaltend zurückgebaut? Oder andere TGA-Themen — ich habe zum Beispiel ganze Vorwandsysteme, die ich werterhaltend öffnen können muss, um die Bauteile wieder einzusetzen. Das sind spannende Fragen, und sie verändern den Planungsprozess in jedem Fall.
Sören: Das setzt eine deutlich höhere Detaillierung voraus. Man merkt bei der Auflistung schon, wo die Reise hingeht. Es ist nicht nur, dass ich mich auf Kernelemente beschränke — ich muss mir auch Gedanken machen, ob es noch Sinn und Zweck ist, Fliesen abzuklopfen.
Roman: Genau, das will ich vermeiden. Ich glaube, die Bauherren werden sich in diese Richtung bewegen — und sie werden auch dazu gezwungen werden. Ich bin mir relativ sicher, dass zumindest in Deutschland die neue Regierung in dieser Hinsicht arbeiten wird. Es gibt jetzt schon im Koalitionsvertrag diesen Gebäuderessourcenpass, der schriftlich benannt ist. Das ist nur ein erster Schritt.
Was ist ein Gebäuderessourcenpass und ein Materialkataster?
Sören: Gebäuderessourcenpass heißt, dass ich einen Steckbrief von meinem Gebäude habe, was darin verbaut wurde.
Roman: Genau, wo ich das Global Warming Potential des Gebäudes kenne. Aber positiv formuliert kenne ich nicht nur den Fußabdruck, sondern auch die Ressourcen, die drinstecken. Ich habe nicht nur CO2 im Gebäude gebunden, sondern auch ein Cradle-to-Cradle-Potenzial — ich kann die Produkte irgendwann wieder einsetzen. Und ich habe Geld darin gebunden. So eine Art Tauschbörse, eBay Kleinanzeigen für Gebäude. Dr. Bergmann, den wir demnächst interviewen, wird wahrscheinlich durchdrehen bei „eBay Kleinanzeigen", aber ich finde es ein schönes Beispiel aus dem privaten Konsum.
Sören: Und das funktioniert echt gut.
Roman: Das funktioniert super. Ich nehme zwei, drei Jahre alte Beamer, die ich meinen Kindern ins Schlafzimmer baue, damit sie besser zocken können.
Sören: Das ist eine Nachnutzung — und warum sollte diese Nachnutzung nicht auch vor einem Gebäudeteil haltmachen? Bauen ist gefühlt immer für die Ewigkeit, aber vielleicht ist es das nicht mehr. Also muss ich mir Gedanken machen, wie ich die Teile, statt sie zu zerstören, weiternutzen kann.
Roman: Wir bauen jetzt richtig für die Ewigkeit: Alles, was wir einbauen, kommt in 50 Jahren ins nächste Gebäude und so weiter. Den ersten Schritt dazu hatten wir schon angedeutet — ein Materialkataster, oder auch Madaster, was im Moment eine sehr populäre Firma ist. Dr. Bergmann, den wir interviewen dürfen, wird in der nächsten Folge dazu berichten. Uns interessiert vor allem aus Planersicht: Was bedeutet das für unseren Planungsprozess in Zukunft? Wie werden wir Madaster nutzen, damit wir ressourcengerecht planen können? Das ist unsere neue Planungsanforderung. Und das heißt, Produktkataloge für Produkte zu bekommen, die schon einmal eingebaut wurden.
Sören: Das muss es erstmal geben.
Roman: Das muss es erstmal geben. Ich muss wissen, wo das Gebäude steht, und wen ich anrufe, um die alte Heizung zu bekommen, die ich gern einbauen möchte.
Sören: Das sind ganz praktische Beispiele, aber darauf läuft es hinaus.
Roman: Ich kann es mir richtig vorstellen: Ich rufe bei irgendeiner Behörde an und sage, hier haben wir eine alte Heizung, die ich brauche — was kostet die? Das sind spannende Herausforderungen, die so eine Plattform mit sich bringt. Das Thema ist total en vogue und wir sind mittendrin.
Sören: Deswegen ist da die Brücke zum Projektmanagement zu schlagen: Wir kommen aus einer klassischen Projektmanagementstruktur, haben uns eine Agilität angewöhnt, und die ermöglicht uns hoffentlich, solche Aspekte wie den ökologischen Aspekt mit aufzunehmen und unseren Planungsprozess entsprechend anzupassen.
Roman: Genau, das ist die hohe Kunst — unseren Projektmanagementprozess in diese Richtung zu legen. Vielen Dank fürs Zuhören. Ich sehe, die Bar schließt. Wir wissen schon, worüber unser Gast Dr. Bergmann in der nächsten Folge sprechen wird. Ich freue mich sehr.
Sören: Ich stelle mich mal kalt. Vielen Dank.
Häufige Fragen zu dieser Folge
Was bedeutet Cradle-to-Cradle (C2C)?
Cradle to Cradle bedeutet „von der Wiege zur Wiege". Der Ansatz betrachtet ein Produkt, Bauteil oder Gebäude über seinen gesamten Lebenszyklus und zielt darauf ab, weg von immer mehr neuem Konsum und Produktion hin zu umweltgerechtem Bauen zu kommen — Materialien sollen wiederverwendbar bleiben statt zu Müll und CO2 zu werden.
Was bedeutet C2C konkret für die Arbeit eines TGA-Fachplaners?
Der Planer plant nicht mehr nur bedarfsgerecht für Nutzer und Bauherr, sondern zusätzlich ressourcengerecht. Er prüft, welche Ressourcen im Bestand bereits verfügbar sind, ob Bauteile wiederverwendet werden können, und bezieht das Global Warming Potential der Bauteile in die Planung ein. Dadurch verändert sich der Planungsprozess mittelfristig grundlegend.
Wie ermittelt man, ob ein Bestandsbauteil wiederverwendet werden kann?
Zuerst wird ermittelt, was im Bestand vorhanden ist (z. B. Heizkörper, Lüftungskanäle, Sanitärobjekte), in welchem Zustand es ist, welche Maße und Gewichte es hat und wie es verbaut wurde. Anschließend wird das Global Warming Potential bzw. der CO2-Fußabdruck pro Bauteil ermittelt und mit einem Neuprodukt verglichen — auch im Hinblick auf die verbleibende Lebenszeit.
Warum ist eine Standard-Fußbodenheizung aus C2C-Sicht problematisch?
Eine im Estrich verlegte Fußbodenheizung lässt sich nach ihrer Lebenszeit kaum werterhaltend zurückbauen — man müsste den Estrich aufstemmen, um die Rohre herauszuholen. Aus C2C-Sicht fällt die Standardlösung damit aus. Alternativen sind Systeme, bei denen die Heizung nicht im Estrich liegt (z. B. Aufträgersysteme), sodass sie später rückgebaut und wiederverwendet werden kann.
Was ist ein Gebäuderessourcenpass?
Ein Gebäuderessourcenpass ist eine Art Steckbrief eines Gebäudes, der dokumentiert, was darin verbaut wurde. Er macht nicht nur das Global Warming Potential bzw. den CO2-Fußabdruck transparent, sondern auch die im Gebäude gebundenen Ressourcen und deren Cradle-to-Cradle-Potenzial. Im Koalitionsvertrag ist er bereits benannt.
Welche Rolle spielt ein Materialkataster bzw. Madaster für ressourcengerechtes Planen?
Ein Materialkataster (z. B. die Plattform Madaster) erfasst, welche Materialien und Produkte in Gebäuden verbaut sind, sodass diese als Rohstoffquelle wiedergefunden und wiederverwendet werden können. Für Planer ist es die Grundlage, um an Produktkataloge bereits eingebauter Produkte zu kommen und damit ressourcengerecht zu planen.
Zitate
„Cradle to Cradle bedeutet von der Wiege zur Wiege."
— Roman Fritsches
„Ich plane nicht mehr nur bedarfsgerecht für den Nutzer und für den Bauherrn, sondern ich plane jetzt auch noch ressourcengerecht."
— Roman Fritsches
„Die Baubranche macht 40 Prozent des CO2 weltweit aus. Da sind wir ein ganz, ganz großer Player."
— Roman Fritsches
Zahlen & Fakten
Die Baubranche macht laut Roman Fritsches rund 40 Prozent des weltweiten CO2-Ausstoßes aus.
Quelle: Roman FritschesDie VDI gibt für Heizungssysteme eine Lebensdauer von etwa 20 Jahren an; in der Praxis werden sie eher rund 40 Jahre betrieben.
Quelle: Roman FritschesEin neuer Heizkörper hält rund 50 Jahre, ein wiederverwendetes Bestandsbauteil häufig nur noch etwa 30 Jahre.
Quelle: Roman FritschesGlossar
- Bedarfsgerechtes Planen
- Planung ausgerichtet auf Bedarf von Nutzer und Bauherr — Termine, Kosten, Qualität (z. B. Wärme, Luftqualität, Beleuchtung).
- Cradle to Cradle (C2C)
- „Von der Wiege zur Wiege"; Ansatz, der Produkte, Bauteile und Gebäude über ihren gesamten Lebenszyklus betrachtet und auf Wiederverwendung statt Müll- und CO2-Produktion zielt.
- Gebäuderessourcenpass
- Steckbrief eines Gebäudes, der das Global Warming Potential sowie die im Gebäude gebundenen Ressourcen und ihr Wiederverwendungspotenzial dokumentiert; im Koalitionsvertrag benannt.
- Global Warming Potential
- Maß für den CO2-Fußabdruck eines Bauteils bzw. Gebäudes, das sich u. a. aus Produktionsaufwand und eingesetzten Materialien ergibt.
- Materialkataster / Madaster
- Plattform bzw. Verzeichnis, das die in Gebäuden verbauten Materialien erfasst, damit sie als Rohstoffquelle wiedergefunden und wiederverwendet werden können (Madaster als populäre Firma).
- Ressourcengerechtes Planen
- Planungsansatz, der zusätzlich zum Bedarf (Nutzer/Bauherr) berücksichtigt, welche Ressourcen bereits verfügbar sind und wie Bauteile wiederverwendet werden können.