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TGA-PlanungBüroleitung TGA-PlanungFolge #429

tgabar · Bargespräche

Care-Arbeit und TGA-Planung

Folge 42907.08.202612:47 minRoman Fritsches, Sören Janson
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Auf den Punkt

Roman Fritsches und Sören Janson sprechen offen über Care-Arbeit neben dem Planungsalltag: Kinderbetreuung im Homeoffice, Meetings mit Nachwuchs im Hintergrund und die strukturelle Lücke dahinter. Ihre Rechnung: Rund 70 Betreuungstage im Jahr — etwa 14 Wochen — sind Kita oder Schule geschlossen, während zwei Elternteile mit je sechs Wochen Urlaub selbst versetzt nur rund zwölf Wochen abdecken können. Sie beschreiben Homeoffice mit Kleinkindern als kaum machbar und mit Schulkindern als organisierbar, aber deutlich stressiger als Büroarbeit. Als konstruktive Ansätze diskutieren sie, Kinder zeitweise mit ins Büro zu nehmen — was mit Sieben- bis Achtjährigen erstaunlich gut funktionierte — und eine „Kita Light": ein Raum mit Spielmöglichkeiten, zeitlich auf die Sommerferien begrenzt und proaktiv vom Büro angeboten. Angesichts von Fachkräftemangel und Rückkehr-ins-Büro-Trend sehen sie darin auch einen unternehmerisch klugen Schritt.

Transkript

Willkommen an der Care-Bar

Roman: Moin, moin, herzlich willkommen an der Care-Bar.

Sören: Schöne Einleitung, Roman.

Roman: Ja, Sören, du bist nicht allein bei dir zu Hause.

Sören: Heute nicht — Ferienzeit.

Roman: Ferienzeit, genau. Auch immer sehr überraschend, wie die Urlaubsvertretung.

Sören: Genau, plötzlich kommen die Ferien und die Kinder sind zu Hause.

Roman: Und das ist unser Thema heute. Wir haben es Care-Arbeit genannt — oder Care-Bar. Es soll darum gehen: Ihr seid mit euren Kindern entweder zu Hause oder nehmt sie sogar mit ins Büro, weil ihr Care-Arbeit leisten müsst. Ich glaube, die meisten von uns kennen die Situation, zumindest alle, die Kinder haben. Und wir fragen uns, wer das wie am besten macht. Vielleicht beschreibst du mal dein Gefühl dazu: Wie ist das, wenn du zu Hause bist und eigentlich arbeiten musst, und Sohn oder Tochter lungern da noch mit dir rum?

Homeoffice mit Kind: ein Megaschritt, aber kleinteilig

Sören: Das sind mitunter schon schwierige Bedingungen. Wenn der Nachwuchs sich teilweise auch selbst beschäftigen möchte — oder muss — und du trotzdem versuchst, Meetings abzuhalten. Erst mal ist es natürlich ein Megaschritt, dass man das Homeoffice überhaupt als Lösungsmöglichkeit hat. Aber es ist trotzdem nochmal sehr viel kleinteiliger zu organisieren. Und wir sind gerade das erste Jahr überhaupt mit dem Thema Sommerferien konfrontiert — das macht es nicht unbedingt leichter.

Die Rechnung: 70 Betreuungstage im Jahr

Sören: Wir hatten uns mal ausgerechnet: Wir haben 70 Betreuungstage im Jahr, an denen entweder Kita oder Schule zu hat.

Roman: Krass, ja.

Sören: Das heißt, dafür bräuchte man einen Elternteil, der zu Hause dabei ist. Unser Urlaub reicht also nicht mehr aus, um den Bedarf abzudecken — selbst wenn wir ihn komplett versetzt nebeneinander legen würden.

Roman: Ja, also 14 Wochen sind notwendig, und du kannst maximal zwölf Wochen abdecken, wenn ihr nicht gleichzeitig Urlaub macht — zweimal sechs Wochen.

Sören: Krass. Da sind wir ja schon privilegiert, dass wir einen Bürojob haben und dergleichen. Das geht schon, aber es ist einfach nochmal ein Faktor nebenbei. Klar, das ist ein selbstgewähltes Schicksal, aber man merkt, dass da strukturell viel im Argen ist.

Ist das wirklich privilegiert?

Roman: Im Argen, ja. Und das ist ja die Frage: Ist das dann wirklich privilegiert? Denn ich finde, der Stress ist doch höher. Du wirst ständig abgelenkt, hast immer wieder Situationen, wo du denkst: Oh Gott, ich gehe jetzt in ein öffentliches Meeting und dann kommt mein Kind reingerannt. Ist das jetzt unangenehm? Ist das peinlich? Muss ich da irgendwas beachten? Ich finde es stressig — das ist ein deutlich stressigerer Tag, als wenn ich allein im Büro oder allein im Homeoffice sitzen kann. Macht mich fertig, muss ich sagen. Danach bin ich auf jeden Fall kaputt.

Es hängt am Alter der Kinder

Roman: Ich finde aber, es hängt natürlich auch vom Alter der Kinder ab. Ein Zwei- oder Dreijähriger ist etwas ganz anderes als ein Zehnjähriger, der sich selbst beschäftigt. Bei deinem Sohn ist es wahrscheinlich so, dass er ab und zu vorbeikommt und sich ansonsten gerade selbst beschäftigt.

Sören: Mehr oder weniger — Halbwertszeit von zehn Minuten. Das ist schon auch ein Faktor.

Roman: Und mit zehn bist du sie dann zwei Stunden los; da musst du alle zwei Stunden die Nahrungsversorgung sicherstellen. Mit zwölf, dreizehn kochen sie dann auch selbst, und ihr macht gemeinsam Mittag.

Sören: Es ist schon ein Stressfaktor und belastet unseren Job nochmal deutlich mehr. Hat natürlich aber auch den Vorteil, dass nicht „krank" oder „weg" als Alternative gewählt werden muss.

Roman: Genau, das ist ja das Thema: Ich muss sonst Urlaub nehmen — oder mich, wenn das Kind krank ist, über „Kind krank" abmelden. Manchmal denke ich aber, das wäre die bessere Lösung.

Sören: Was den Stressfaktor angeht mit Sicherheit. Aber man ist ja eingebunden, steht im Wort oder hat einen eigenen Anspruch an die Arbeit — und spart dann an der völlig falschen Stelle. Durch dieses Thema ist mir die Ferienzeit nochmal anders bewusst geworden, was man da eigentlich leisten muss.

Andere haben es deutlich schwerer

Roman: Als Care-Arbeit, genau. Jetzt wollen wir natürlich nicht rumheulen — es klingt gerade ein bisschen so, als würden die privilegierten Herren hier ihren Büro-Online-Job mit Kindern vollheulen. Es gibt natürlich ganz andere Fälle: wenn Leute Angehörige pflegen müssen, wenn mehrere Kinder da und krank sind, oder wenn man alleinerziehend ist und gar nicht die Möglichkeit hat, sich abzuwechseln. Vielleicht führen wir uns ein bisschen dahin, wie man das gut gestalten kann.

Roman: Diese Lösung, die wir gerade machen — Homeoffice und Kinderbetreuung synchronisieren —, geht ja auch erst ab einem gewissen Alter sinnvoll. Ich habe es auch mit dem Ein- oder Zweijährigen probiert und bin fast ausgerastet, das fand ich richtig schlimm: dieses kleine Kind krabbelnd danebenhaben und gleichzeitig mit Handy und Kopfhörern in Terminen sein. Ehrlich gesagt würde ich das nicht nochmal machen. Da würde ich mich lieber krankmelden, wenn das Kind krank ist.

Sören: Da kommt man an die Grenze dessen, was machbar ist und ob man überhaupt noch von Arbeiten sprechen kann. Das ist ein Thema, das bei so vielen Menschen unter der Oberfläche mitläuft, ohne dass man es weiß. Man merkt es nur hin und wieder, wenn man selbst gerade dasteht und bei jemand anderem ein Kind dazwischengrätscht — und dann mitbekommt, dass die ähnliche Herausforderungen haben. Da kann man sich auf ganz vielen Ebenen unterstützen, indem man das akzeptiert und als das neue Normal annimmt. Den ohnehin anspruchsvollen Job macht es ja nicht unbedingt leichter.

Wie macht man es besser?

Roman: Total. Und ich frage mich, wie man es besser machen kann. Gehen wir mal von dem Fall aus: Es ist eine dieser Betreuungswochen, niemand ist krank, und du arbeitest von zu Hause mit deinem Kind oder mehreren Kindern im Hintergrund. Wie macht man das am besten? Ich sehe immer Leute am Schreibtisch sitzen, mit unscharfem Hintergrund, und dann kommt ein Kind, das man erst kurz vorher erkennt, wenn es vor dem Monitor ist.

Sören: Ach, guck mal.

Roman: Und eigentlich wird es normalerweise ignoriert. Ich habe nicht den Eindruck, dass da große Reaktionen kommen — manchmal sagen die Kollegen: Ach, guck mal, süß.

Sören: Aber das Kind hört dich meistens auch gar nicht, du hast ja Kopfhörer auf.

Roman: Vielleicht könnte man sie besser einbeziehen, ein bisschen mitarbeiten lassen.

Sören: Den Nachwuchs gleich für die Büros heranziehen, meinst du?

Das Kind mit ins Büro nehmen

Roman: Weiß ich auch nicht — oder einfach andere Settings schaffen. Was ich ganz cool fand und was wir schon mal hatten, war die Idee: Ich nehme mein Kind mit ins Büro. Ich hatte ein paar Kolleginnen, die ihre Sieben- oder Achtjährigen mitgebracht haben, und habe es selbst auch schon gemacht. Ich hatte den Eindruck, das hat fast besser geklappt: Die Kinder sind in den Meetingraum gegangen, haben dort gemalt oder etwas zu basteln bekommen. Wir hatten super nette Kollegen, die ein bisschen mitgemacht und gesagt haben: Hier, ich habe noch was Lustiges zum Ausmalen.

Sören: Man muss das ja auch mal betrachten: Was bedeutet die Situation im Büro, wie viele Leute sind davon betroffen — und ob man das nicht wirklich proaktiv anbietet. Wir reden ja nicht über das ganze Jahr, sondern über einen Zeitraum von sechs Wochen. Davon sagt man: Okay, ein Angebot für zwei Wochen — warum bringt man die Kinder dann nicht wirklich mit?

Roman: Und wenn es mehrere Kinder sind… Oh Gott, die Chefs denken sich jetzt: Was entwickeln die da?

Sören: Ja, was entwickeln die da? Aber die anderen können vielleicht auch effektiver arbeiten, wenn sie wissen: Ich fühle mein Kind gut aufgehoben. Vielleicht muss man da einfach dynamischere, flexiblere Lösungen finden — dass das System dahinter reformierungsbedürftig ist. Und aus Unternehmenssicht zu sagen: Ist das nicht sogar der schlauere Move, das zumindest anzubieten?

Rückkehr ins Büro — und eine „Kita Light"

Roman: Total, das hat bei mir im Kopf eine Riesenkette ausgelöst, um den Eltern die Chance zu geben. Ich merke gerade, dass viele Büros versuchen, ihre Leute zurück in die Büros zu bekommen — das ist gerade ein Trend, Homeoffice wird immer weiter reduziert. Auch aufgrund der Erkenntnis, dass Homeoffice viele Nachteile hat, etwa bei der Einarbeitung junger Kolleginnen und Kollegen, was zumindest in einer Studie postuliert wurde, die immer noch kritisiert wird. Es hat aus meiner Sicht auch psychische Nachteile: Ein stressiger Termin von zu Hause ist etwas anderes als aus dem Büro — da fühle ich mich wohler.

Wenn man die Leute also zurück ins Büro bekommen will, müsste man sich fragen, wie man das mit ihren Kindern verknüpfen kann. Es gibt ja uralte Initiativen, wo sich Gewerkschaften zusammengetan und gesagt haben: Wir bauen eine Kita. Bei VW mit 10.000 Mitarbeitenden am Standort ist das easy, bei einem Ingenieurbüro sicherlich deutlich schwerer. Aber vielleicht kann man eine „Kita Light" daraus machen: Wir haben hier einen Raum oder eine Möglichkeit geschaffen, vielleicht mit drei, vier Spielsachen, die man zu Hause nicht immer so hat, wo sich die Kinder ab einem gewissen Alter mal in Ruhe beschäftigen können. Und vielleicht fragt man eine Kollegin oder einen Kollegen, die Lust darauf haben, ob sie zwischendurch mal hingehen und schauen. Vielleicht spielen dann sogar Kinder zusammen, die sich sonst gar nicht kennen, und es entstehen Freundschaften. Ich male gerade ein sehr optimistisches Bild.

Sören: Ich glaube, man muss da schon nachdenken. Wir haben jetzt so wenig Kinder geboren wie seit dem Krieg nicht mehr, wir haben Fachkräftemangel und müssen an unsere Zukunft denken — das wäre vielleicht auch ein Argument für eine Firma.

Ein Projekt für die Sommerferien

Roman: Genau. Wenn wir mehr Performance wollen, haben wir gesagt: Wir müssen die Leute zurück ins Büro bekommen — das ist die eine Theorie. Und die zweite wäre: Wie kriege ich sie dann auch mit ihren Kindern ins Büro, ab einem gewissen Alter? Man muss ja jetzt keine Krabbelgruppe gründen.

Sören: Nein, so ist das auch nicht gemeint.

Roman: Es geht um dieses Sommerferien-Ding: Die Kita ist nicht einfach mal zu, sondern wir haben einen Schüler oder eine Schülerin mit Sommerferien. Vielleicht kann man das zeitlich beschränken und sagen: Wir machen das in diesen sechs Wochen so, dass wir ein paar Betreuungsmöglichkeiten schaffen — lass uns das mal als Projekt angehen.

Sören: Ja, warum nicht. Ich glaube, da gibt es Möglichkeiten.

Roman: Ich nehme das mal mit, ich finde das ganz spannend — vielleicht können wir das mit der Personalabteilung besprechen, ob man in den Sommerferien etwas klarmachen kann.

Sören: Kannst du ja gerne nächsten Sommer berichten.

Roman: Ich berichte dir nächsten Sommer, oder nach den Sommerferien, oder wenn du aus deinem Sommerurlaub zurück bist — dann können wir nochmal darüber quatschen. Wir wünschen euch wunderschöne Sommerferien, falls ihr noch nicht drin seid. Wir hören uns bald wieder. Auf Wiedersehen, ciao.

Sören: Auf Wiedersehen.

Häufige Fragen zu dieser Folge

Wie viele Betreuungstage müssen Eltern im Jahr abdecken?

Nach der Rechnung von Sören Janson sind es rund 70 Tage im Jahr, an denen Kita oder Schule geschlossen sind — etwa 14 Wochen. Zwei Elternteile mit je sechs Wochen Urlaub können selbst bei vollständig versetzter Urlaubsplanung nur rund zwölf Wochen abdecken. Der Jahresurlaub reicht also strukturell nicht aus, um den Betreuungsbedarf zu decken.

Funktioniert Homeoffice mit Kindern in der TGA-Planung?

Es hängt stark vom Alter ab. Mit Ein- bis Zweijährigen beschreibt Roman Fritsches den Versuch als kaum machbar — parallel Termine über Handy und Kopfhörer wahrzunehmen sei „richtig schlimm" gewesen. Mit Schulkindern wird es organisierbar: Ein Zehnjähriger beschäftigt sich rund zwei Stunden selbst, mit zwölf oder dreizehn kochen Kinder auch schon mit. Trotzdem bleibt der Tag deutlich stressiger als reine Büroarbeit, weil die Aufmerksamkeit ständig geteilt ist.

Was spricht dafür, Kinder mit ins Büro zu nehmen?

Roman Fritsches berichtet, dass es mit Sieben- bis Achtjährigen sogar besser funktioniert hat als im Homeoffice: Die Kinder waren im Meetingraum, haben gemalt oder gebastelt, und Kolleginnen und Kollegen haben mitgemacht. Der Vorteil: Eltern arbeiten konzentrierter, wenn sie das Kind gut aufgehoben wissen. Sören Janson plädiert dafür, das proaktiv anzubieten — zeitlich begrenzt auf die Ferien, etwa zwei Wochen innerhalb der sechs Sommerferienwochen.

Was ist die Idee einer „Kita Light" im Planungsbüro?

Statt einer echten Betriebskita — für einen Konzern mit 10.000 Mitarbeitenden machbar, für ein Ingenieurbüro nicht — schlägt Roman Fritsches eine kleine Lösung vor: ein Raum mit ein paar besonderen Spielsachen, in dem sich Kinder ab einem gewissen Alter in Ruhe beschäftigen können, ergänzt um Kolleginnen und Kollegen, die freiwillig zwischendurch nach dem Rechten sehen. Zeitlich begrenzt auf die Sommerferien und als Projekt aufgesetzt, wäre das ein realistischer Einstieg.

Warum ist Care-Arbeit ein Thema für Planungsbüros und nicht nur für Familien?

Weil viele Büros ihre Leute gerade wieder zurück ins Büro holen und Homeoffice reduzieren — unter anderem wegen Nachteilen bei der Einarbeitung junger Kolleginnen und Kollegen. Wer die Rückkehr ins Büro will, muss die Betreuungsfrage mitdenken. Hinzu kommt das demografische Argument: So wenige Geburten wie seit Kriegsende nicht mehr, dazu Fachkräftemangel. Ein Betreuungsangebot ist damit auch unternehmerisch der klügere Schritt.

Welche Care-Situationen sind noch schwieriger als Kinderbetreuung im Homeoffice?

Die Hosts ordnen ihre eigene Lage ausdrücklich als privilegiert ein und nennen härtere Fälle: die Pflege von Angehörigen, mehrere gleichzeitig kranke Kinder sowie Alleinerziehende, die keine Möglichkeit haben, sich mit einem zweiten Elternteil abzuwechseln.

Zitate

Unser Urlaub reicht nicht mehr aus, um den Betreuungsbedarf abzudecken."

Sören Janson

Da ist strukturell einfach viel im Argen."

Sören Janson

Das ist ein Thema, das bei so vielen Menschen unter der Oberfläche mitläuft, ohne dass man es weiß."

Sören Janson

Ist das nicht sogar der schlauere Move, das zumindest anzubieten?"

Sören Janson

Vielleicht kann man ja auch eine Kita Light daraus machen."

Roman Fritsches

Zahlen & Fakten

Rund 70 Betreuungstage im Jahr — etwa 14 Wochen — sind Kita oder Schule geschlossen.

Quelle: Sören Janson

Zwei Elternteile mit je sechs Wochen Urlaub decken auch bei vollständig versetzter Planung nur rund zwölf Wochen ab — es bleibt eine strukturelle Lücke.

Quelle: Roman Fritsches

Die Selbstbeschäftigungsdauer von Kindern steigt mit dem Alter deutlich: bei kleinen Kindern rund zehn Minuten, bei Zehnjährigen etwa zwei Stunden.

Quelle: Sören Janson / Roman Fritsches

Eine Betriebskita ist bei einem Konzern mit 10.000 Mitarbeitenden am Standort umsetzbar, für ein Ingenieurbüro dagegen kaum.

Quelle: Roman Fritsches

In Deutschland werden derzeit so wenige Kinder geboren wie seit Kriegsende nicht mehr — bei gleichzeitigem Fachkräftemangel.

Quelle: Sören Janson

Glossar

Betreuungstage
Tage im Jahr, an denen Kita oder Schule geschlossen sind und Betreuung privat organisiert werden muss; im Beispiel rund 70 Tage bzw. 14 Wochen jährlich.
Care-Arbeit
Unbezahlte Sorgearbeit für Kinder oder pflegebedürftige Angehörige, die parallel zur Erwerbsarbeit geleistet wird — im Podcast bezogen auf Kinderbetreuung während Ferien- und Schließzeiten.
Kind krank
Freistellung zur Betreuung eines erkrankten Kindes; im Gespräch als Alternative zum Versuch diskutiert, parallel zu arbeiten.
Kita Light
Von den Hosts vorgeschlagene kleine Betreuungslösung im Planungsbüro: ein Raum mit Spielmöglichkeiten, freiwillige Betreuung durch interessierte Kolleginnen und Kollegen, zeitlich auf die Sommerferien begrenzt — als pragmatische Alternative zur Betriebskita.
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