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TGA-PlanungFolge #201

tgabar · Bargespräche

3 Bars für TGA-Planende

Folge 20120.10.202317:43 minRoman Fritsches, Sören Janson
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Auf den Punkt

Zum Start der zweiten Staffel begleitet die TGA-Bar die Gründung des gemeinnützigen Vereins tgabar e.V. Der Verein will Themen für TGA-Planende aktiv vorantreiben. Geführt wird er von einem dreiköpfigen Vorstand und einem Ausschuss aus vier Barkeepern, die drei thematische Bars mit jeweils mehreren Lounges verantworten. Vorgestellt wird zuerst die Bar Netzwerk und New Work.

Transkript

Was erwartet die Hörer in Staffel 2 der TGA-Bar?

Sören: Willkommen an der TGA-Bar. Wir haben die Staffel 2 im Gepäck. Alles Neue macht der November.

Roman: Wir sind in der zweiten Staffel angekommen. Ihr habt gemerkt, es gibt eine neue Musik und die Themen sind auch neu. Es wird ein bisschen anders ablaufen als vorher. Wir haben uns auch einen großen Titel für diese Folge überlegt.

Sören: Folge 1, Staffel 2: die TGA 2030, die nahe Zukunft.

Roman: Was erwartet uns mit dem einzigen Verein für TGA-Planer? Dazu muss ich sagen: Das ist eine Lüge, das stimmt nicht. Es gibt schon einen Verein für TGA-Planer. Der heißt Planer Netzwerk, kommt aus Frankfurt, und ich habe mich schon mit denen getroffen.

Was lässt sich vom Planer Netzwerk aus Frankfurt lernen?

Roman: Das ist eine gute Einleitung in die Frage, wie so ein Verein funktioniert und was er macht. Ich habe mich mit Andreas Klöffel getroffen, dem Vorsitzenden dieses Vereins. Das sind fünf Büros, die alle im hessischen Raum unterwegs sind. Sie treffen sich seit etwa 2018, vor allem zum Essen, zum Austauschen, zum Netzwerken — in guten Restaurants. Sie sagen selbst, dass allein dieser Austausch sie total vorangebracht hat: Austausch über Projekte, über Kollegen, über Themen, über Standards. Ein sehr sympathischer Haufen, der auch Interesse hat, an der TGA-Bar mitzumachen. Was sie als Erfahrung weitergegeben haben: Bestimmte Themenkomplexe — wie die Ausbildung an den Hochschulen zu verbessern — konnten sie in diesem reinen Austausch-Format nicht vorantreiben. Das ist vielleicht unser Ziel: Wir wollen Treiber sein, Themen vorantreiben und verbessern.

Sören: Richtig etwas verändern. Deswegen haben wir Ablauf und Inhalte angepasst und weiterentwickelt. Diese Leute brauchen eine größere Bühne — und was eignet sich da besser als ein Podcast?

Roman: Der Podcast zum Verein, der fördert und fordert und dieses junge Wesen namens gemeinnütziger Verein, namens tgabar e.V., begleitet und voranbringt.

Wie weit ist die Gründung des Vereins tgabar e.V.?

Sören: Das hat uns die letzten zehn Wochen massiv beschäftigt — das ganze Thema Vereinsgründung, das jetzt weitestgehend, wenn nicht vollständig, abgeschlossen ist.

Roman: Wir werden jetzt zur Gründungsversammlung laden. Wir haben viele Entscheidungen getroffen, moderiert — Moderation ist unsere Basis. Wir hatten schwierige Entscheidungsfindungen zur Satzung; das hat bestimmt acht Sitzungen gebraucht, eine Satzung fertig zu schreiben. Wir haben alles durchdiskutiert, ein Rechtsanwalt hat es geprüft. Wir haben mit der Barordnung angefangen — ein wichtiges Thema, aber noch nicht fertig. Wir haben über Finanzen gesprochen und vor allem entschieden, dass wir möglichst gemeinschaftlich Mehrwert schaffen wollen.

Sören: Also nicht den klassischen Verein, wie man sich das vorstellt. Wir haben natürlich Zwangspunkte, weil ein Verein, der gelistet werden möchte, sich an gewisse Regeln halten muss — Vereinsordnung, Satzung, Barordnung. Darüber hinaus versuchen wir, das, was wir predigen, auch im Verein zu implementieren und einzuleben.

Wie ist der Vorstand des Vereins zusammengesetzt?

Roman: Wir haben am Schluss Rollen verteilt, die wir in der Gründungsversammlung vorschlagen werden. Die Suche nach dem Vorstand war nicht einfach, weil das eine ehrenvolle, aber aufwändige Aufgabe ist und Verantwortung bedeutet. Der Vorstand ist wie ein Geschäftsführer haftbar für seine Tätigkeiten — auch im Verein, wobei sich die Haftung auf das Finanzvolumen des Vereins beschränkt und wesentlich schwächer ist als bei einem Geschäftsführer.

Sören: Die Herausforderung ist, dass es ein Verein in Gründung ist. Einige Aufgaben muss man sich ein Stück weit berufen fühlen, sonst geht es nicht voran.

Roman: Und ein bisschen Erfahrung haben. Wir sind sehr froh, dass Christopher Duftschmid aus München mit dabei ist, der Vorsitzender in einem sehr großen Sportverein ist. Christopher ist Geschäftsführer eines Planungsbüros aus München und vertritt den süddeutschen Raum — aber nicht allein. Wir konnten Sarah Tax aus Karlsruhe als Vorsitzende gewinnen, die dort den Verein vertritt. Ich bin sehr froh, dass es keine reine Männerrunde wird, sondern dass auch die Frauen vertreten sind.

Roman: Es fehlte noch ein Hamburger. Irgendwie haben alle gesagt, ich soll das machen — jetzt bin ich der erste Vorsitzende, der die gesamte Verantwortung trägt. Der Vorstand besteht aus drei Personen: Christopher aus München, Sarah aus Karlsruhe und ich, Roman aus Hamburg. Wie unser guter Mann der Satzung, Dominik Voß, sagte — er wird auch noch eine Rolle bekommen: Als Vorstand bin ich mehr oder weniger nur noch Grüßonkel, weil die wichtigen Sachen im Ausschuss entschieden werden.

Welche Rolle hat der Ausschuss aus Barkeepern?

Roman: In dem Ausschuss sitzen Barkeeper mit dem Vorstand zusammen. Vier haben sich für die Gründungsphase gefunden.

Sören: Das ist ganz wichtig. Wir mussten die Leitplanken für die Vereinsgründung definieren, und das Ergebnis sind vier Barkeeper, die im Ausschuss zusammen mit dem Vorstand sitzen.

Roman: Dieser Ausschuss ist das zentrale Organ. Da wird alles Wichtige entschieden: Budgets, welche Lounges wie viel Geld bekommen, wann Lounges gegründet und welche wieder aufgelöst werden. Es gibt die Idee, dass dort auch Nachtragshaushalte genehmigt werden, Ehrenmitglieder ausgesucht werden und die Barordnung beschlossen wird. Da passiert die harte Arbeit, und da gibt es vier Personen.

Wie ist der Verein in Bars und Lounges gegliedert?

Sören: Die Barkeeper machen etwas in ihren Bars, weil die Bars wiederum aus den einzelnen Lounges bestehen.

Roman: Das ist etwas kompliziert und hat den einen oder anderen in der Gründungsphase verwirrt.

Sören: Wir haben schöne Organigramme, die wir noch teilen werden.

Sören: Warum haben wir diese Struktur aufgebaut? Um Mitbestimmung und Wachstum zu ermöglichen, sodass ganz schnell ganz viel passieren kann. Wir wollen der Variabilität gerecht werden, weil wir in einem sich schnell ändernden und hoffentlich größer werdenden Verein tätig sind. Dem versuchen wir schon in der Gründungsstruktur gerecht zu werden.

Roman: Es gibt nicht mehr eine Bar, sondern aktuell drei Bars — es können auch mehr werden.

Sören: Gerade an die, die sich noch nicht so angesprochen fühlen oder fragen, wo sie hin sollen: Kommt trotzdem auf uns zu. Wir glauben fest daran, dass diese Struktur erst der Kick-off ist, der Start. Über die Zeit wird sich das finden, und jede Tür soll offen bleiben für jeden, der sich aktiv an der Weiterentwicklung der einzelnen Bereiche beteiligen möchte.

Roman: Diese drei Bars ermöglichen es uns, die Happy Hour fortzuführen, aber fokussierter auf Themen. Wir merken, dass wir zwischen Themen hin und her oszillieren — verschiedene Bars mit verschiedenen Schwerpunkten helfen uns. Wir wollen die Bars in mehreren Folgen vorstellen: heute eine, in der nächsten Folge die nächste und dann die letzte.

Was umfasst die Bar Netzwerk und New Work?

Roman: Fangen wir mit deiner Bar an, Sören, denn du bist Barkeeper. Es gibt hier auch noch Mohamad Hussein, der ebenfalls Barkeeper sein möchte — darüber müssen wir noch sprechen. Spannend finde ich: Du hängst gar nicht so sehr am Job, willst keinen Ruhm und keine Ehre, sondern dem Verein beim Wachsen helfen, und bist auch bereit, die Rolle wieder abzugeben.

Sören: Auf jeden Fall. Das ist für den Start eine Interimsphase, wie sie jeder Fußballverein mal erlebt. Weil ich viel Herzblut hineingesteckt habe, könnte ich mir vorstellen, im ersten Schritt Barkeeper der Bar Netzwerk und New Work zu sein.

Roman: Welche Themen stecken da drin?

Sören: Für den Anfang haben wir die Arbeit auf viele Bereiche aufgeteilt: von meinem Kerngebiet Projektmanagement, Digital und Agil über Unternehmensentwicklung, Zukunft der TGA, IPA und Lean bis zu dem, was die Verbände angeht — AHO, VDI, DIN. Das bündelt sich in der Bar Netzwerk und New Work, in der viel über Kommunikation gesprochen wird. Gerade in den ersten Wochen und Monaten geht es darum, die Leute mit Interesse zusammenzubringen, die Themen überhaupt erst zu benennen und das Ziel jeder Lounge zu klären — was wollen wir erreichen, wo wollen wir den Fokus legen — und Leute zu finden, die weiter Interesse haben.

Wie entsteht eine neue Lounge in der Praxis?

Roman: Ich habe ein Beispiel für so einen grandiosen Prozess, den ich mir auch in Zukunft erhoffe. Tobias Göddecke, Niederlassungsleiter von ZWP in Köln, hat sich bei mir gemeldet und gesagt, er habe Lust mitzumachen — ZWP will Vereinsmitglied werden. ZWP hat neun oder zehn Niederlassungen, und Tobias sagte, sie hätten Erfahrung im agilen Projektmanagement und viel ausprobiert. Wir sind verschiedene Methoden und Tools durchgegangen und haben geschaut, wo wir sie einsetzen. Er findet es spannend, die Experimente von ZWP in der Lounge zu diskutieren, zu bewerten und zu evaluieren: Was war gut, was nicht, wie setzen wir was ein, in welcher Leistungsphase, in welchem Projekttyp. Er hat Lust aufs Thema, meldet sich beim Barkeeper, und gemeinsam gestaltet ihr, wie diese Lounge entsteht.

Sören: Ich verstehe mich im Moment als erster Ansprechpartner für die Themen. Wer sich mit Themen auseinandersetzen will, kann sich an den Barkeeper wenden oder an die zentrale E-Mail-Adresse. Die Einleitung läuft zentral, damit die Themen erst einmal angestoßen und weiterentwickelt werden. Es ist noch nichts in Stein gemeißelt, aber wir haben einen Start gefunden, den wir brauchen, um mit dem Verein loszulegen. Einen Verein auszurufen, ohne dass sich jemand für den Vorstand bereit erklärt, wird schwierig.

Roman: Es gibt noch das Thema Unternehmensentwicklung. Thomas Kirtz vom Büro KBP hat sich in einer Happy Hour gemeldet: Ein Unternehmensberater habe ihnen sehr geholfen, ihr Büro weiterzuentwickeln und zu transformieren. Er hätte Lust, sich um eine Lounge dazu zu kümmern, und hat zugesagt. Das passt perfekt in deine Bar Netzwerk und New Work. Vermutlich würde man sich erst einmal regelmäßig mit Interessierten treffen und anschauen, was man schon erlebt hat.

Sören: Genau, sodass Thomas das Sprachrohr für die Lounge ist und wir die Kommunikationswege aufrechterhalten. Deshalb haben wir auch über die Weiterentwicklung des Podcasts nachgedacht: Das Thema Unternehmensentwicklung — wie bilde ich resiliente Ingenieure aus — ist so herausfordernd, dass wir einen Kreis an Leuten brauchen, die sich austauschen und den Input an alle weitergeben. Wir wollen ihnen über den Podcast ein Sprachrohr geben, etwa indem wir Thomas oder Teilnehmende in eine Folge einladen und fragen, wohin die Reise in der Unternehmensentwicklung geht.

Welche konkreten Mehrwerte bietet die Mitgliedschaft sofort?

Roman: In der Bar Netzwerk und New Work gibt es auch konkrete Mehrwerte, die sofort greifbar sind. Lars Schumacher von Sweco kümmert sich darum, dass wir über den Verein digitalen Zugang zu AHO-, VDI- und DIN-Heften und -Normen bekommen. Die Idee ist, dass man über die Website einmal Zugriff auf eine Norm bekommt und sie lesen kann, ohne sie sich gleich für 100 Euro kaufen zu müssen.

Sören: So generiert man den Mehrwert, weil die Masse an Büros, die Zugriff bekommt, das auch nutzt.

Roman: Das ist ein sofort erkennbarer Mehrwert. Unternehmensentwicklung ist ein langfristiges, weniger greifbares Thema. Aber die AHO-Hefte digital zur Verfügung zu haben — da würde ich vor Freude umfallen. Ich habe sie alle bei mir auf dem Tisch stehen und scanne sie ein, aber es gibt sie wohl jetzt auch digital. Der VDI und das DIN-Institut haben natürlich auch viele Normen.

Sören: Und vor allem andere Kanäle: Wenn man als Verein an sie herantritt, hat man ein anderes Gehör. Da spielt auch die Mitarbeit in den entsprechenden Verbänden mit, die man fokussieren könnte.

Roman: Stimmt, das kommt noch dazu — welche DIN-Normen sollten wir mitgestalten? Aber erst einmal müssen wir sie alle sehen, ohne sie kaufen zu müssen. Das war die erste Bar, Netzwerk und New Work. Wir werden in den nächsten Folgen die zwei weiteren Bars vorstellen, die Struktur des Vereins erläutern und weiter begleiten.

Sören: Bleibt dran. Geht auf tgabar.de, meldet euch an und werdet aktives Vereinsmitglied.

Roman: Ciao.

Häufige Fragen zu dieser Folge

Wie ist der Vorstand des Vereins tgabar e.V. zusammengesetzt?

Der Vorstand besteht aus drei Personen: Christopher Duftschmid aus München (Geschäftsführer eines Planungsbüros, vertritt den süddeutschen Raum), Sarah Tax aus Karlsruhe und Roman Fritsches aus Hamburg als erstem Vorsitzenden. Die wichtigen Entscheidungen werden jedoch im Ausschuss getroffen.

Wie ist der Verein in Bars und Lounges gegliedert?

Der Verein gliedert sich aktuell in drei thematische Bars, die jeweils aus mehreren Lounges bestehen. Verantwortet werden die Bars von Barkeepern, die zusammen mit dem Vorstand im Ausschuss sitzen — dem zentralen Organ, das über Budgets, Gründung und Auflösung von Lounges sowie die Barordnung entscheidet.

Welchen sofort greifbaren Mehrwert bietet eine Vereinsmitgliedschaft?

Über den Verein soll digitaler Zugang zu AHO-, VDI- und DIN-Heften und -Normen entstehen, sodass Mitglieder eine Norm über die Website lesen können, ohne sie sich für rund 100 Euro kaufen zu müssen.

Zitate

Wir wollen vor allem richtig Treiber voranbringen. Wir wollen Themen vorantreiben und verbessern."

Roman Fritsches

Es gibt nicht mehr eine Bar, sondern es gibt drei Bars."

Roman Fritsches

Diese Struktur ist halt erst der Kick-off, der Start, mit dem man erst mal beginnen muss."

Sören Janson

Zahlen & Fakten

Der Vorstand des Vereins tgabar e.V. besteht aus drei Personen aus München, Karlsruhe und Hamburg.

Vier Barkeeper haben sich für die Gründungsphase gefunden und sitzen mit dem Vorstand im Ausschuss.

Der Verein startet mit drei thematischen Bars.

Die Ausarbeitung der Satzung hat rund acht Sitzungen gebraucht und wurde von einem Rechtsanwalt geprüft.

Glossar

Ausschuss
Zentrales Organ des Vereins aus Vorstand und Barkeepern; entscheidet über Budgets, Gründung/Auflösung von Lounges, Ehrenmitglieder und die Barordnung.
Bar (Vereinsstruktur)
Thematische Organisationseinheit des Vereins, die aus mehreren Lounges besteht; aktuell gibt es drei Bars, verantwortet von je einem Barkeeper.
Bar Netzwerk und New Work
Eine der drei Bars; bündelt Projektmanagement, Digital/Agil, Unternehmensentwicklung, Zukunft der TGA, IPA, Lean sowie Verbandsthemen und Kommunikation.
Barkeeper
Verantwortlicher einer Bar und erster Ansprechpartner für deren Themen; sitzt mit dem Vorstand im Ausschuss.
Lounge
Kleinste thematische Einheit innerhalb einer Bar, in der sich Interessierte zu einem Thema austauschen und es vorantreiben.
tgabar e.V.
Gemeinnütziger Verein für TGA-Planende in Gründung; begleitet vom Podcast TGA-Bar, gegliedert in Bars und Lounges, geführt von Vorstand und Ausschuss.